Unsere Themenseiten

:

Powerfrauen machen Bergring stark

Nicht mehr lange, dann tritt Startmarschall Detlev Landowski (vorn) wieder in Aktion und schickt die Fahrer auf den Bergring-Kurs. [KT_CREDIT] Fotos: U Zander, R. bandow

VonHorst KaiserZu Pfingsten steigt das 93. Internationale Rennen in Teterow. Viele fleißige Helfer sind unterwegs, um das Bahnsport-Spektakel in der ...

VonHorst Kaiser

Zu Pfingsten steigt das 93. Internationale Rennen in Teterow. Viele fleißige Helfer sind unterwegs, um das Bahnsport-Spektakel in der Mecklenburgischen Schweiz in Szene zu setzen.

Teterow.Großes Gewimmel umgibt sie, viel Bahnsport-Volk geht derzeit bei ihr aus und ein: Denn Christa Hannemann hat ihren Arbeitsplatz als Schriftführerin im Clubbüro des MC Bergring Teterow. Wenige Tage vor Pfingsten geht es da rund. Denn das 93. Bergringrennen muss vorbereitet werden. Das Telefon klingelt permanent.
Nur wenige Kilometer von ihrer Heimatstadt Teterow entfernt, in Bristow, wurde Christa Hannemann 1952 geboren. Seit fünf Jahren ist die heute 60-Jährige einsatzstark im Ehrenamt dabei. Sportinteressiert ist sie seit ihrer Jugend. Zunächst war sie als Handballerin aktiv und auf dem Weg, eine Gute zu werden. „Wäre da 1970 nicht meine Begegnung mit Horst Hannemann gewesen. Die Liebe war so groß, dass wir noch im gleichen Jahr geheiratet haben und Sohn Ralf geboren wurde“, erzählt die gelernte Kauffrau. Schon ein Jahr später war die Familie mit dem zweiten Sohn Frank komplett. Übrigens, beide Jungs waren lange Jahre als Handballer erfolgreich.
„Mein Mann Horst war schon länger im Motorsport aktiv, als Schrauber oder auch Schmiermaxe und später als technischer Kommissar. Da meine Männer bergeweise für Wäsche sorgten, hatte ich neben meiner Arbeit im Handel so viel zu tun, dass für den Sport kaum noch Zeit übrig blieb.“
Für die Besuche des Bergringrennens zu Pfingsten reichte es aber immer. Zuerst mit dem Vater und später wie gesagt mit Ehemann Horst. Als die Kinder groß waren und Christa Hannemann aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig wurde, war plötzlich mehr Zeit fürs Ehrenamt da. „Ich hatte Zeit und wollte für den Verein etwas tun.“ Die Position der Schriftführerin war unbesetzt und bald schon war Christa Hannemann auf diesem Posten. „Für mich ist es wichtig, dass man mir Vertrauen schenkt und ich einen kleinen Anteil an den Erfolgen unseres Vereins habe.“
Neben ihrer Tätigkeit als Schriftführerin arbeitet die Teterowerin zu Pfingsten auch als Rennsekretärin. Welches sind ihre Bergring-Helden unter den Fahrern? „Für mich sind letztlich alle gleich, egal, ob Weltmeister, oder Nachwuchsfahrer. Dennoch möchte ich den sympathischen, immer freundlichen Monty Banks hervorheben und seinen Sohn Trevor. Ich erinnere mich auch gern an Dietmar Lieschke, Thomas Diehr oder auch Frank Leonhardt.“
Laufen die Rennen auf dem Ring und in der Speedway-Arena nutzt Christa Hannemann jede freie Minute, um möglichst viel vom Geschehen mitzubekommen. Bleibt bei so viel ehrenamtlichem Engagement der beiden Eheleute noch Zeit für andere Dinge, zum Beispiel für einen gemeinsamen Urlaub? „Urlaubsreisen sind uns nicht so wichtig: Wir sind gerne im Garten, feiern gern mal privat, aber auch im Verein – und dann sind da ja noch unsere Enkeltöchter.“
Ohne die über Jahrzehnte treuen Ehrenamtler wäre der Bergring nicht 83 Jahre alt geworden. Frauen wie Christa Hannemann, Gabriele Mäthing, Manuela Hinrichs oder „Nachwuchs“ Kathleen Stief sind neben vielen anderen Jahr für Jahr dabei, das Spektakel in der Mecklenburgischen Schweiz zu organisieren. „Allen Helfern ist zu danken. Die Arbeit von Christa Hannemann in unserem Verein schätze ich sehr hoch ein. Sie ist äußerst zuverlässig, nicht nur als Schriftführerin. Sie löst auch Probleme, die über ihr Aufgabengebiet hinausgehen. Sie ist sich sozusagen für nichts zu schade“, kommt das Lob von Clubchef Adolf Schlaak.