SPENDENAUFRUF GESTARTET

68 Prozent der Tafel-Nutzer sind Flüchtlinge

Lebensmittelspenden werden immer knapper. Da kommt die Aktion von Rewe recht. Über 6000 Menschen brauchen Hilfe. Der Anteil der Migranten steigt rapide.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Markleiter Matthias Becker mit Kerstin Kühn (links) und Heike Ziemann von der Tafel.
Markleiter Matthias Becker mit Kerstin Kühn (links) und Heike Ziemann von der Tafel. Claudia Marsal
Prenzlau.

Wer zur Prenzlauer Tafel geht, ist arm. In der Regel bettelarm, denn um an der dortigen Mittags- und/oder Zusatzversorgung teilhaben zu können, muss die Bedürftigkeit nachgewiesen werden. Vorzulegen sind der ALG II- oder Wohngeldbescheid beziehungsweise ein spezielles Schreiben, das Flüchtlinge vom Amt bekommen, sagt Leiterin Kerstin Kühn. Momentan machen letztere Dokumente das Gros der Unterlagen aus. Der Anteil der Flüchtlinge, die das Angebot der Arbeiterwohlfahrt Uckermark nutzen, ist 2018 auf 68 Prozent gestiegen.

Von Januar bis Oktober diesen Jahres wurden bereits 6013 Besucher gezählt. 4114 davon hatten Migrationshintergrund, listen die Verantwortlichen auf. Der besucherstärkste Monat war mit 728 Gästen der Februar. Da wurden allein 226 Mittagesser gezählt. Im Januar waren es noch 695 Frauen, Männer und Kinder, die zur Prenzlauer Tafel kamen. 274 davon nahmen ein warmes Gericht zu sich.

Fleisch und Wurst sind Mangelware

Das Mittagessen zuzubereiten erweist sich als immer schwerer, räumt Kerstin Kühn angesichts des enormen Besucheranstiegs ein. Vor allem Fleisch, Wurst und Eier seien Mangelware, bedauert die Tafelleiterin. Ein Grund dafür könnten die strengen Hygienbestimmungen sei, vermutet sie. Aus privaten Haushalten beispielsweise dürfe die Tafel keine Lebensmittel entgegen nehmen, auch eingeweckte Konserven nicht. Lediglich frisches Obst und Gemüse sei möglich, so Kühn. Doch im Handel, der zu den Hauptlieferanten der Tafel zählt, fällt Fleisch und Wurst als Überschuss eben nicht in den Mengen an, heißt es weiter. Deshalb halten sich die Spenden da in Grenzen. Zu den Märkten, die seit Jahren zu den großen Sponsoren gehören, zählt der Rewe-Markt von Matthias Becker. Dort startete am Montag wieder die Aktion „Gemeinsam Teller füllen“. 14 Tage lang haben Kunden Gelegenheit, vorgepackte Lebensmitteltüten zu erwerben. 2017 wurden 173 Stück verkauft.

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Kommentare (1)

Tjaaa...ich würd mal sagen da läuft gewaltig was schief,Flüchtlinge bekommen doch alles...Wohnraum,Essen und Geld obendrein, der Staat zahlt Mietzuschuss ect...sollte man mal darauf achten das die ihr Harz lV Geld nicht in die Heimat überweisen wie es üblich ist bei denen. Bei dem Ausländeranteil an den Tafeln werd ich gewiss nicht spenden...sorry!