SPRENGKÖRPER ENTDECKT

Abend der Angst in Prenzlau

Nahe eines Einkaufszentrums wurden am Donnerstag fünf Übungsgranaten gefunden. Der Fund versetzte viele Anwohner in Schrecken.
Martin Lindner Martin Lindner
Ende gut, alles gut: Die Polizei und das Landeskriminalamt Brandenburg fuhren um 23.15 Uhr vom Bombenfund-Ort ab.
Ende gut, alles gut: Die Polizei und das Landeskriminalamt Brandenburg fuhren um 23.15 Uhr vom Bombenfund-Ort ab. Martin Lindner
Ein Absperrband der Polizei sicherte über Stunden den Fundort.
Ein Absperrband der Polizei sicherte über Stunden den Fundort. Martin Lindner
Die Sprengköpfe lugten aus der Einkaufstüte heraus.
Die Sprengköpfe lugten aus der Einkaufstüte heraus. Tobias Olm
Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes Brandenburg trafen gegen 22.20 Uhr am Ort des Geschehens ein.
Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes Brandenburg trafen gegen 22.20 Uhr am Ort des Geschehens ein. Martin Lindner
Prenzlau.

Donnerstagabend, Georg-Dreke-Ring, Prenzlau. Anspannung lag in der Luft. Anwohner warteten auf dem Bürgersteig vor ihren Wohnblöcken, die Gesichter sorgenvoll. „Ich habe Kinder zu Hause. Ich weiß nicht, ob ich sie jetzt ins Auto setzen und abhauen soll“, sagte ein junger Familienvater.

Hinter dem blau-weißen Absperrband der Polizei waren die Sprengkörper, die auf dem schmalen Grünstreifen direkt neben dem Einkaufszentrum lagen, gut sichtbar. Eine Frau malte sich das Schreckensszenario aus, was wohl passieren würde, wenn die Sprengkörper hochgingen. Schließlich lägen die Schlaf- und Kinderzimmer der Wohnblöcke mit der Seite zum Center.

Übungsgranaten hatten keine Sprengladung

Eine Passantin war auf die Sprengköpfe aufmerksam geworden und hatte um 18.39 Uhr die Polizei verständigt. Wenige Minuten später traf der erste Polizist auf den Platz des Sparkassen-Centers ein. Rund dreieinhalb Stunden danach waren zwei Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Brandenburg vor Ort, die feststellten, dass es sich bei den Gegenständen um Übungsgranaten ohne Sprengladung handelte.

Leser kritisieren späten Einsatz des LKA

In den Sozialen Medien beschwerten sich Leser darüber, dass so viel Zeit bis zum Eintreffen der Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst vergangen war. Ingo Heese, Pressesprecher der Polizeidirektion Ost, bittet um Verständnis. Bei solchen Einsätzen seien Ruhe und Besonnenheit gefragt, verdeutlichte er. Die Beamten müssten sich präzise vorbereiten. Dadurch werde die Gefahr, die solche Sprengkörper für Leib und Leben der Kollegen und für die öffentliche Sicherheit darstellten, minimiert.

Kriminaltechniker untersuchen die Sprengkörper

Die fünf sichergestellten Übungsgranaten werden derzeit von Kriminaltechnikern untersucht. Kriminalisten der Polizeiinspektion Uckermark haben die Ermittlungen zu den noch Unbekannten übernommen, die den Einsatz ausgelöst hatten.

Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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