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Angezeigte Nummer kann falsch sein

Die Nummer der Polizei wird angezeigt. Doch es sind Ganoven, die versuchen, an Daten und Geld zu gelangen.
Die Nummer der Polizei wird angezeigt. Doch es sind Ganoven, die versuchen, an Daten und Geld zu gelangen.
Horst Skoupy

Polizei warnt vor neuem miesen Telefontrick. Ganoven manipulieren die Anruferkennung und täuschen die Opfer.

„Aber ich habe doch die Nummer der Polizei im Telefondisplay gesehen...“ Diesen Satz bekommen Ermittler der Kriminalpolizei zurzeit immer öfter von Betrugsopfern zu hören. Polizeisprecher Gerald Pillkuhn weist aus aktuellem Anlass auf eine besonders hinterhältige Masche hin, mit der vor allem alte Menschen um ihr Geld gebracht werden sollen. Die Ganoven bedienen sich sogenannter „Spoofing-Dienste“, die das Ändern der Anruferkennung möglich machen. Die mitgesendete Telefonnummer lässt sich beliebig auswählen.

In einem besonders schlimmen Fall war kürzlich einer alten Dame vorgegaukelt worden, dass ihr Konto unsicher sei. Sie holte daraufhin eine immens große Summe Geld ab und übergab diese falschen Polizisten. Besagter Fall betraf zwar nicht unseren Zuständigkeitsbereich, sondern hat sich in Norddeutschland ereignet. „Aber die Erfahrungen zeigen, dass die Betrüger ‚wandern‘“, so der Polizeisprecher. Es sei also durchaus denkbar, dass die Uckermark das nächste Territorium ist, das abgegrast wird. „Überprüfen Sie bitte auch regelmäßig Ihre Kontoauszüge. Schon bei kleinen Unstimmigkeiten sollte sofort die Bank informiert werden. Denn oftmals sind Miniabbuchungen nur ein Test. Wenn dieser gut geht, wagen sich die Betrüger an eine größere Summe“, spricht Pillkuhn aus Erfahrung.

Auch in unserem Landkreis haben in den vergangenen Wochen wieder mehrere Bürger Lehrgeld zahlen müssen, weil Betrüger an ihre Kontodaten gekommen waren. Nur wenn der Betrug zeitnah festgestellt und angezeigt wird, besteht eine reelle Chance, nicht auf dem Schaden sitzen zu bleiben.