SPERRSCHILDER STEHEN SCHON

Anlieger sauer über schlechte Umleitung

Wegen einer Brückensanierung soll die Landesstraße 25 bei Schmölln voll gesperrt werden. Während Bäcker und Fleischer um ihre Existenz bangen, beklagen sich die Anlieger über die schlechten Umleitungsstraßen. Schützenhilfe erhalten sie vom Landkreis, der die Umleitung ablehnt.
Die Richtungsschilder an der Umleitungsstrecke stehen bereit. Foto: Monika Strehlow
Die Richtungsschilder an der Umleitungsstrecke stehen bereit. Monika Strehlow
Lars Fester zeigt an der Karte, welchen Umweg er in Kauf nehmen muss, um von Schmölln zu Arbeit nach Prenzlau zu kommen. Foto: Monika Strehlow
Lars Fester zeigt an der Karte, welchen Umweg er in Kauf nehmen muss, um von Schmölln zu Arbeit nach Prenzlau zu kommen. Monika Strehlow
Kurz vor der A11-Abfahrt  Prenzlau-Süd weist das erste Schild auf die Sperrung ab 24. März hin. Fo9to: Monika Strehlow
Kurz vor der A11-Abfahrt  Prenzlau-Süd weist das erste Schild auf die Sperrung ab 24. März hin. Monika Strehlow
Eine Woche noch kommen die Busse auf der L 25 von Prenzlau aus über die A 20 in Richtung Schmölln durch. Foto: Monika Strehlow
Eine Woche noch kommen die Busse auf der L 25 von Prenzlau aus über die A 20 in Richtung Schmölln durch. Monika Strehlow
Uckermark.

Lars Fester kann die Welt nicht mehr verstehen. Die Landesstraße 25 (L 25) zwischen seinem Heimatdorf Schmölln und Eickstedt soll gesperrt werden, weil die Brücke über den Mühlenbach saniert werden muss. Doch die Umleitungsstrecken sind schlecht. "Selbst wenn ich die A 11 vom Uckermarkkreuz bis Schmölln fahre, bin ich vier Kilometern auf schlechter Strecke unterwegs. Außerdem kostet mich das Ganze bestimmt zehn Kilometer Umweg", schimpft der junge Mann. Da er in Prenzlau arbeitet, ist er auf sein Auto angewiesen.

Der von dem jungen Schmöllner angesprochene Abschnitt auf der A 11 ist tatsächlich einer der letzten auf dieser Strecke, dessen Betonplatten noch aus den Anfängen der ehemaligen Reichsautobahn stammen. Vor 2017 ist nach den Worten von Autobahnmeister Lars Kähler auch nicht damit zu rechnen, dass diese vier Kilometer zwischen dem A11-Kreuz Uckermark und Stettin neu gebaut werden.

Am Freitag wurden die ersten Schilder aufgestellt, mit denen die bevorstehenden Umleitungen angekündigt werden. Der langsam fahrende Verkehr wie Landwirtschaftsfahrzeuge, Mopeds oder Fahrräder werden über die Kreisstraße 7315 geleitet. Der Landkreis hatte im Vorfeld seine Bedenken deutlich gemacht. Denn teilweise verläuft diese durch kopfsteingepflasterte Dörfer oder über Straßen, die für zwei Laster nebeneinander zu schmal sind.

Eine Behelfsbrücke könnte alle Sorgen aus der Welt schaffen. Doch die würde genauso teuer werden, wie die Sanierung der alten Brücke, heißt es vom Bauherrn, dem Landesbetrieb für Straßenwesen in Eberswalde. Es bleibt beim Baustart am 24. März, 8 Uhr. Nach jetzigem Stand bleibt die L 25 dann bis Ende Juli voll gesperrt. Die kleinen Schmöllner Familienbetriebe wie Bäcker und Fleischer fürchten um ihre Existenz. Denn sie leben von der Tageskundschaft, ein Großteil aus Polen, die sonst über die L 25 zwischen Prenzlau und der Autobahn unterwegs sind.

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