Großeinsatz der Polizei

Asylbewerber droht sich anzuzünden

Mit einer aufsehenerregenden Aktion zeigte ein Russe die Unzufriedenheit über die Bearbeitung seines Antrages auf Asyl.
Ines Markgraf Ines Markgraf
Vor dem Asylbewerberheim in der Berliner Straße sorgte ein Aufgebot von Polizeiwagen für Neugier.
Vor dem Asylbewerberheim in der Berliner Straße sorgte ein Aufgebot von Polizeiwagen für Neugier. Carsten Korfmacher/Archiv
Das Asylbewerberheim in Prenzlau.
Das Asylbewerberheim in Prenzlau. Carsten Korfmacher/Archiv
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Prenzlau.

Ein 32-jähriger Bewohner des Prenzlauer Asylbewerberheimes in der Berliner Straße hat am Mittwoch für einen Großeinsatz von Polizei und Rettungsdienst gesorgt. Der junge Mann drohte sich anzuzünden. Wie Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß mitteilte, hatte der Mann, der aus Russland stammt, eine Flasche mit Benzin und ein Feuerzeug in der Hand. Er äußerte sich negativ über die Verfahrensweise bei seinem Asylbewerberverfahren, so ein Augenzeuge.

Der Suizidgefährdete ergab sich und wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen laufen. Nach ersten Erkenntnissen soll der Bewohner schon mehrmals Suizid angekündigt haben. Diese Aussage wurde am Donnerstag vom Betreiber der Einrichtung, der Human-Care GmbH, bestritten. 

Derzeit leben 380 Bewohner in der Gemeinschaftsunterkunft.