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Auf dem Eis wilde Sau gespielt

Ein Einkaufswagen – im Grunde kein Spielzeug – steht mitten auf dem oberflächlich zugefrorenen Igelpfuhl.
Ein Einkaufswagen – im Grunde kein Spielzeug – steht mitten auf dem oberflächlich zugefrorenen Igelpfuhl.
Claudia Marsal

Der Igelpfuhl zieht Kinder magisch an - zu jeder Jahreszeit. Aber im Winter ist das Spielen dort gefährlich. Das Eis trägt nicht.

Der kleine Tümpel im Prenzlauer Neubaugebiet Igelpfuhl ist ein Magnet für spielende Kinder. Doch jetzt im Winter ist er durchaus gefährlich. Pünktlich zur ersten geschlossenen Eisdecke tummeln sich Mädchen und Jungen auf dem Weiher. Allen Warnungen von Passanten zum Trotz.

„Ich habe am Dienstag erst zwei kleine Jungs zurückgepfiffen“, erzählt Hildegard Kahn. Als sie ihr Auto parkte, fiel ihr durch Zufall auf, dass die Knirpse aufs Eis stürmten. „Mir ist fast das Herz stehengeblieben. Wie schnell ist ein Kind da eingebrochen“, sagt die Rentnerin.

Auch andere Passanten, hätten schon beobachtet, dass Kinder auf dem zugefrorenen Teich sind. Als sich der Uckermark Kurier am Ort des Geschehens umgesehen hat, sind zwar keine Menschen auf dem Eis gewesen. Dafür steht in der Mitte jetzt aber ein großer Einkaufswagen, mit dem offenbar wilde Sau gespielt wurde. Davon zeugen die Bremsspuren auf der Schneedecke. Dieses Fundstücks sollten sich Verantwortliche schnell annehmen, sonst ist der Wagen mit einsetzendem Tauwetter auf dem Grund des Igelpfuhls verschwunden.