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Bahnfahrt ins Gefängnis

Die Bundespolizei hat in Angermünde zwei Männer aus dem Zug geholt, gegen die Haftbefehle vorlagen.
Die Bundespolizei hat in Angermünde zwei Männer aus dem Zug geholt, gegen die Haftbefehle vorlagen.
Bernd Settnik

Endstation Wulkow hieß es am Mittwoch für zwei Männer. Dorthin wollten sie zwar nicht, aber mangels Geld führte kein Weg daran vorbei.

Eine Polizeistreife hatte am Mittwoch in der Regionalbahn von Tantow nach Angermünde zwei Reisende im Alter von 22 und 35 Jahren festgenommen. Die zwei Polen wurden gleich mit drei Haftbefehlen gesucht. Weil er sich Leistungen erschlichen und gestohlen hatte, war der 22-Jährige im Oktober 2014 von der Staatsanwaltschaft Magdeburg zu 56  Tagen Freiheitsstrafe oder 990 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Gegen den 35-Jährigen lagen gleich zwei Haftbefehle vor. Der Mann hatte seine Bewährungsauflage nicht erfüllt, was im Juni 2014 einen Sicherungshaftbefehl des Amtsgerichts Magdeburg zur Folge hatte. Zudem hatte im November 2014 auch die Staatsanwaltschaft Potsdam Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Grund dafür war eine Verurteilung des Amtsgerichts Brandenburg an der Havel vom November 2011. Ebenfalls wegen Diebstahls wurde er zu 50 Tagen Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe in Höhe von 750 Euro verurteilt.

Beide Männer konnten ihre Geldstrafen nicht bezahlen. Die Bundespolizisten vollstreckten deshalb die Haftbefehle und brachten die Männer in die Justizvollzugsanstalt Wulkow. Dort müssen sie ihre Freiheitsstrafe absitzen.