Tag der Muttersprache

Bahnhof in Prenzlau wird "Prentzlow"

Am Mittwoch wird der Tag der Muttersprache gefeiert und in Prenzlau zeigt ein neues Ortsschild, wie die Kreisstadt eigentlich heißt – auf Plattdeutsch.

Doris Meinke, die Plattdeutsch-Beauftragte in Prenzlau, blickt mit Spannung auf den Tag der Muttersprache am Mittwoch, dem 21. Februar. In diesem Jahr aus einem ganz besonderen Grund: Aus Prenzlau wird an diesem Tag „Prentzlow“. So lautet der alte Name der Stadt auf Plattdeutsch. Genauer ist es das Ortsschild am Bahnhof, was künftig auf die regionale Aussprache der Kreisstadt hinweisen soll. Es wird am Tag der Muttersprache offiziell enthüllt – zu sehen ist es aber jetzt schon. Nach Aussage von Meinke ist Prenzlau mit dieser Zweisprachigkeit Vorreiter in Brandenburg.

Enthüllt wird das Schild unter anderem von der Staatssekretärin im Forschungsministerium, Dr. Ulrike Gutheil – das Landesministerium hat sich dem Erhalt der Regionalsprache ebenso verschrieben wie Meinke und fördert die Bemühungen finanziell. Der Tag der Muttersprache wurde ursprünglich im Jahr 2000 von der Unesco ins Leben gerufen. An diesem Tag wollen sich die Vereine und Akteure in Prenzlau treffen, die das Plattdeutsch stärken und bekannter machen wollen.

Benedikt Dittrich

Bild

Inaktiv

Meistgelesen