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Bald weniger Lärm durch Züge und Lkw?

Bianca Buthmann freut sich auf die Realisierung des Mammutvorhabens.
Bianca Buthmann freut sich auf die Realisierung des Mammutvorhabens.
Claudia Marsal

Anwohner am Prenzlauer Verladebahnhof sind durch Verkehr und Geräuschkulisse genervt. Die Firma Landwaren Prenzlau GmbH will nun eine halbe Million Euro in den Ausbau eine eigenen Bahnhofs am Stadtrand investieren. Doch das letzte Wort haben andere.

500 000 Euro will die Landwaren Prenzlau GmbH in den nächsten Monaten in ihr Großprojekt Gleis West und Aufbau einer Getreide-Waggonbeschickungsanlage fließen lassen. Geschäftsführerin Bianca Buthmann: "Gegenwärtig schafft das Bahn-Unternehmen DB Netz die Voraussetzungen auf den Zuführungsgleisen ab Hauptbahnhof zu uns nach Prenzlau West für eine immense Erweiterung des Umschlagvolumens, damit hängen großräumige Sperrungen in diesem Bereich zusammen. Ab Oktober werden wir daran anschließend die Waggonbeschickungsanlage bauen sowie eines unserer Gleise verlängern und ein zweites erneuern, um die Achslast zu erhöhen. Das ist notwendig, damit hier perspektivisch zwei Züge zeitgleich abgefertigt werden können."

Die halbe Million Euro investiert der Prenzlauer Betrieb nicht nur für den eigenen Schüttgut-Umschlag von Getreide, Raps  und Düngemitteln. Nein, die drei Eigentümer haben ebenfalls den Service für externe Firmen im Blick. Buthmann stellt in diesem Zusammenhang auch die möglichen Vorteile für die Bürger von Prenzlau heraus. Durch Gleis West könnte das Volumen (Kalk-/Kies-Verladung) am innerstädtischen Verladebahnhof in der Brüssower Straße verringert werden. Dort klagen die Anwohner seit Jahren über zunehmende Lärm- und Geruchsbelästigungen.