Existenzangst

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Bauern mit magerer Ernte konfrontiert

Ein Mähdrescher der Gutsverwaltung Schönfeld KG bei der Ernte eines Feldes mit Gerste
Ein Mähdrescher der Gutsverwaltung Schönfeld KG bei der Ernte eines Feldes mit Gerste
Kai Horstmann

Trotz des jüngsten Regens: Die wochenlange Trockenheit zuvor ist nicht ohne Folgen geblieben. Manche Landwirte bangen um ihre Existenz.

Die Verluste in der Landwirtschaft durch die bis vor Kurzem anhaltende Trockenheit sind enorm hoch, beklagt der Bauernverband Uckermark. So liegen die Ertragsausfälle in einer Größenordnung von 30 bis 50 Prozent. Doch geringere Erträge führen nicht zu höheren Lebensmittelpreisen, denn diese richten sich nach dem Weltmarkt. Allein die Agrarproduktion Grünow rechnet mit einem Verlust von 630 000 Euro für das Jahr 2018. Deren Geschäftsführer Jürgen Schirmer machte jetzt den Vorschlag, dass landwirtschaftliche Betriebe Rücklagen bilden dürften, die nicht zu steuerlichen Nachteilen führen.

Landrätin für staatliche Unterstützung der Erzeuger

Des Weiteren möchte Landrätin Karina Dörk (CDU) zunächst in Gesprächen mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Bundesministern auf die Lage der uckermärkischen Bauern aufmerksam machen. Zugleich möchten die Landrätin und Manfred Mesecke, Vorsitzender des Bauernverbandes Uckermark, den Vorschlag von Jürgen Schirmer aufgreifen.