EUGAL

Baustelle legt antike Totenhäuser frei

Die Bauarbeiten rund um die Erdgas-Pipeline Eugal haben im vergangenen Jahr die Archäologen beschäftigt – besonders in der Uckermark.
Benedikt Dittrich Benedikt Dittrich
Die Fundstätte bei Baumgarten: Das Totenhaus hatte eine Größe von drei mal vier Metern.
Die Fundstätte bei Baumgarten: Das Totenhaus hatte eine Größe von drei mal vier Metern. Björn Briewig
Uckermark.

Woche für Woche wächst die neue Gas-Pipeline, jeden Tag werden neue Elemente an die Eugal-Leitung angesetzt. Die Mega-Baustelle, die eine Schneise durch die Uckermark und weitere Landkreise zieht, ist aber auch ein Glücksfall für die Archäologie, denn sie brachte zahlreiche historische Funde zutage.

Totenhaus aus der Bronzezeit

Einen aus Sicht der Archäologen besonders bedeutsamen Fund gab es bei Baumgarten, Gemeinde Schenkenberg: Grundrisse von zwei Totenhäusern verbargen sich im Erdreich. Die Gebäude werden auf die jüngere Bronzezeit datiert, sind also rund 3200 Jahre alt. Joachim Stark, Ausgrabungsleiter von der Landesdenkmalpflege, spricht aufgrund des guten Zustands der Überreste von einem einzigartigen Fund in Brandenburg.

Besonders bemerkenswert: Offenbar wurden in dem größeren Totenhaus nur zwei oder drei Menschen beigesetzt – deswegen geht Stark davon aus, dass es sich um angesehene Persönlichkeiten gehandelt haben muss, vielleicht Heiler oder wohlhabende Menschen.

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