Perspektivenwechsel
Beim russischen Abend steppte der Bär

Die Aufführung des Einakters "Der Bär" von Anton Tschechow.
Die Aufführung des Einakters „Der Bär” von Anton Tschechow.
Martin Lindner

Die Gruppe theater 89 eröffnete einen neuen Blick auf Russland. Den Zuschauern wurden drei Stücke auf Deutsch und Gesang auf Russisch geboten.

Mehr als 150 Besucher versammelten sich auf der Wiese vor dem Franziskanerkloster in Angermünde, um die Stücke „Der Bär”, „Vom Schaden des Tabaks” und „Der Heiratsantrag” vom russischen Schriftsteller Anton Tschechow zu erleben. Die Theatergruppe theater 89 aus Naugarten tourt derzeit mit dem Programm „Russischer Abend” durch Brandenburg.

Zuschauer bogen sich vor Lachen

Die Zuschauer waren begeistert, johlten vor Lachen, als Möbelstücke scheinbar unbeabsichtigt zu Bruch gingen oder die Schauspieler spontan Umgebungsgeräusche in die Dialoge einfließen ließen. Aber schon die Einakter von Tschechow an sich waren gespickt voller humoriger Elemente.

Im Anschluss an die drei kurzen Stücken, die jeweils eine halbe bis Dreiviertelstunde dauerten, bekamen die Besucher noch russisches Liedgut auf die Ohren. Die Menschen klatschten, einige kannten die Lieder und sangen auch mit.

Theater zeigt Schönheit der russischen Kunst

Russisches Theater und Musik auf der Bühne hält Kristin Schulze, Mitglied von theater 89, besonders in der heutigen Zeit für wichtig. Es sei schön, sich dem Land auf diese Weise zu nähern, sagte sie. Man könne vom Weltgeschehen durchatmen und das Land von einer anderen Perspektive betrachten, seine Schönheit und künstlerische Vielfalt entdecken.

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