Enkeltrick

:

Betrüger fischen bei Uckermärker Senioren

Gerald Pillkuhn ist Pressesprecher der Polizeiinspektion Uckermark.
Gerald Pillkuhn ist Pressesprecher der Polizeiinspektion Uckermark.
Monika Strehlow/Archiv

Ältere Menschen sind immer wieder das Ziel von Kriminellen, warnt die Polizei. Vor allem eine Masche ist bei den Tätern beliebt.

In der Uckermark häufen sich Fälle, bei denen Betrüger mit dem sogenannten Enkeltrick Geld von älteren Menschen ergaunern wollen. Allein sechs Anzeigen sind in den vergangenen Tagen deswegen in der Polizeiinspektion Uckermark eingegangen, sagte Pressesprecher Gerald Pillkuhn. Die Masche sei immer die gleiche. Am Telefon stelle sich jemand als Enkel oder Neffe des Angerufenen vor. Er sei in einer Notsituation und brauche dringend Bargeld. In einem Fall hieß es sogar, man werde ein Taxi vorbei schicken, um das Geld abzuholen.

Vorfälle in verschiedenen Orten der Region

Gefordert werden jedes Mal beträchtliche Summen. „Beispielsweise wurden 13  000 Euro verlangt, damit der vermeintliche Enkel ein Grundstück kaufen könne“, ließ Gerald Pillkuhn wissen. Diese Betrugsfälle erstrecken sich mittlerweile über die gesamte Uckermark, sagte der Pressesprecher. Vorfälle habe es unter anderem in Warnitz, Prenzlau, Templin und Angermünde gegeben.

Auswahl der Opfer anhand von Vornamen

Nach Einschätzung der Polizei habe sich herausgestellt, dass die Betrüger ganz gezielt Senioren anrufen. „Die Bürger, die Anzeige bei uns erstatteten, waren Jahrgang 1932 bis 1940“, so Pillkuhn. Offenbar werde auch bevorzugt bei Menschen angerufen, die einen alten Vornamen haben.

Die Polizei rät dringend, immer genau nach dem Namen des Anrufers zu fragen und auf keinen Fall auf die Geldforderung zu reagieren. In jedem Fall sollten Betroffene die Polizei über solche Betrugsversuche zu informieren.