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Bis September bleibt die B 104 dicht

Nico Ulrich (links) und Maik Wichmann befestigen die Sichtschalung, in dem der Beton für eines der Widerlager eingebettet wird.
Nico Ulrich (links) und Maik Wichmann befestigen die Sichtschalung, in dem der Beton für eines der Widerlager eingebettet wird.
Monika Strehlow

Zwei Millionen Euro investiert der Landesbetrieb Straßenwesen in eine neue Brücke bei Wilsickow. Die Baufirmen müssen mit instabilem Baugrund fertig werden.

Seit sieben Monaten ist die B 104 zwischen Pasewalk und Strasburg gesperrt. Grund ist der auf zwei Millionen Euro veranschlagte Neubau einer Brücke im brandenburgischen Bereich der Bundesstraße bei Wilsickow. Gleichzeitig lässt das Land Brandenburg als Bauherr einen Teil der S-Kurve zwischen Strasburg und der Brücke entschärfen, um die Strecke verkehrssicherer zu machen.

Bei der Gründung des Neubaus griff die Cottbuser Brückenbaufirma Gerd Müller auf ein in Dänemark entwickeltes Spezialverfahren zurück. 64 Stahlbetonpfähle wurden in den sumpfigen, instabilen Baugrund gerammt, auf dem sich die Brücke mehr als 16 Meter über den Mühlbach spannen soll. Die vor allem in Norddeutschland tätige Firma kommt gut voran, bestätigt Bauüberwacher André Steidtmann vom Landesbetrieb Straßenwesen. Dennoch müssen sich Kraftfahrer und Anlieger mindestens noch bis Ende September gedulden, bevor die Vollsperrung zwischen Pasewalk und Strasburg wieder aufgehoben wird. "Wir hoffen, dass nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt", so Steidtmann.