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Briefwahl steht bei Uckermärkern hoch im Kurs

Knapp 22.000 Wahlberechtigte, so viele wie noch nie, ließen sich die Wahlzettel nach Hause schicken. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Auf den Wahlzetteln fehlt die rechte obere Ecke. Daran erkennen Blinde und Sehschwache, wie sie ihn in eine spezielle Schablone einlegen müssen, auf der in Blindenschrift die Kandidaten und Parteien stehen.
Horst Skoupy Auf den Wahlzetteln fehlt die rechte obere Ecke. Daran erkennen Blinde und Sehschwache, wie sie ihn in eine spezielle Schablone einlegen müssen, auf der in Blindenschrift die Kandidaten und Parteien stehen.

Im Wahlkreis 57, zu dem auch die Uckermark gehört, dürfen in diesem Jahr knapp 185.000 Bürger an die Wahlurnen zur Bundestagwahl treten. Das sind rund 3000 weniger, als es noch 2013 waren, sagte Kreiswahlleiter Marcel Dziwis.

Viele Bürger wollen offensichtlich nicht bis zum Wahlsonntag am 24. September warten. Knapp 22.000 haben mit Stand Ende vergangener Woche die Unterlagen zur Briefwahl beantragt. 2013 hatten im heutigen Wahlkreis 18.349 Bürger per Brief ihre Stimmen abgegeben. Für die diesjährige Bundestagswahl bleibt das nicht ohne Folgen. Erstmals werden die Briefwahlunterlagen nicht zentral ausgezählt, sondern dezentral in 34 Briefwahlbezirken.

Woher der steigende Interesse der Uckermärker rührt, vermochte der Kreiswahlleiter nicht zu sagen. Er erhofft sich allerdings eine insgesamt höhere Wahlbeteiligung, als vor vier Jahren (über 69 Prozent).