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Bundeswehr testet Prenzlauer Solarzellen

Der erste Hochleistungscontainer, bestückt mit Photovoltaikmodulen aus Prenzlau, hat die Wehrtechnische Dienststelle in Trier erreicht.
Der erste Hochleistungscontainer, bestückt mit Photovoltaikmodulen aus Prenzlau, hat die Wehrtechnische Dienststelle in Trier erreicht.
aleo

Ein rollendes Kraftwerk aus Photovoltaikmodulen soll in Trier seine militärische Tauglichkeit beweisen. Der Multicontainer ist ein Gemeinschaftswerk aus Prenzlau und Duisburg.

Rollende Kraftwerke in Krisengebieten sollen der Bundeswehr helfen, Soldatenleben zu schonen und Dieselkraftstoff zu sparen. Der erste sogenannte Multicontainer wird zurzeit in der Wehrtechnischen Dienststelle in Trier getestet. Die auf einem zweiachsigen Lkw montierten Solarmodule können vor Ort in weniger als einer Stunde ausgeklappt werden.

Da in Krisengebieten Treibstoff für die eigenen Dieselgeneratoren oft nur unter Lebensgefahr zu beschaffen sei, könnten mit dem Kraftwerk auf dem Auto Menschenleben geschont und fossile Kraftstoffe eingespart werden, meint Michael Schulz, Technischer Regierungsamtsrat bei der deutschen Bundeswehr. "Der Solarcontainer ermöglicht eine sichere Stromversorgung, die überall verfügbar ist. Das ist für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert.“

Energiebedarf wächst ständig weiter

Der Container der Firma Multicon Solar in Duisburg ist ausgerüstet mit Hochleistungsmodulen aus Prenzlau. Die aleo solar GmbH hosfft damit auf neue Marktchancen. Geschäftsfüherer Günter Schulze sieht auch einen zivilen Nutzen der mobilen Kraftwerke: "Weltweit haben über eine Milliarde Menschen keinen Strom und eine weitere Milliarde produziert den Strom mit umweltschädlichen Dieselgeneratoren. Der Solarcontainer kann auch Schwellen- und Entwicklungsländern helfen, ihren ständig wachsenden Energiebedarf zu decken."