Nahverkehr
Busse sollen nach Zügen getaktet werden

Bus und Bahn im Einklang: In der Uckermark wird über die Einführung des Plusbusses nachgedacht.
Bus und Bahn im Einklang: In der Uckermark wird über die Einführung des Plusbusses nachgedacht.
Benedikt Dittrich

Kommt der Plusbus bald in die Uckermark? Neue Fördermittel des Landes könnten die Verbindung zwischen Bus und Bahn verbessern.

Lars Boehme, Geschäftsführer der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) kann noch keinen Fahrplan für die Einführung des Plusbusses geben – aber er ist optimistisch. Für ein verbessertes Nahverkehrskonzept könnte das Land Brandenburg zusätzliche Fördermittel bereitstellen. Der Plusbus soll eine bessere Anbindung an den Zugverkehr garantieren – mit kürzeren Wartezeiten und einem verlässlichen Stundentakt.

Im Fokus stehen die Bahnhöfe in Prenzlau, Templin und Schwedt. Die Idee: Der Bus fährt kurz nach Ankunft eines Zuges in Prenzlau los und ist spätestens eine Stunde später in Schwedt, wenn dort wieder ein anderer Zug ankommt.

Änderungsbedarf bei Busstrecken und -fahrzeiten

Derzeit passt diese Verbindung nicht ganz: Der Bus braucht über eine Stunde und verpasst damit knapp die Bahn. Der Bus müsste also weniger Schlenker fahren, Haltestellen auslassen. Wer in ein abgelegenes Dorf oder in die Ortsteile von Prenzlau will, müsste dann den Bus wechseln.

Dafür soll der Busverkehr verlässlicher werden: Der Plusbus soll von 6 bis 20 Uhr unter der Woche und von 8 bis 18 Uhr am Wochenende fahren – im Stundentakt. In Potsdam-Mittelmark besteht das Angebot seit 2014 – und hat dort nach Auskunft des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg für bis zu zehn Prozent mehr Fahrgäste gesorgt.