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Chöre und Musiker begeistern in St. Nikolai

Ein beeindruckendes Jubiläumskonzert gestalteten die Sängerinnen und Sänger aus Uster und Prenzlau in der Kirche St. Nikolai. Fast ein Jahr lang hatten sich beide Ensembles auf diesen Höhepunkt vorbereitet.
Ein beeindruckendes Jubiläumskonzert gestalteten die Sängerinnen und Sänger aus Uster und Prenzlau in der Kirche St. Nikolai. Fast ein Jahr lang hatten sich beide Ensembles auf diesen Höhepunkt vorbereitet.
Martin E. Kruppa

Bislang präsentierten sich die Chöre und Kulturgruppen aus Prenzlau und Uster immer mit eigenen Programmen in der jeweiligen Partnerstadt. Doch diesmal haben sich zwei Ensembles fast ein Jahr lang gemeinsam auf ein  ungewöhnliches Konzert vorbereitet.

Zunächst reiste der Uckermärkische Konzertchor Ende September in die Schweiz. Der Kammerchor Uster feierte dort sein 60-jähriges Jubiläum. Gemeinsam brachten die Chöre zwei mächtige Werke zur Aufführung: Das „Te Deum“ des Prager Komponisten Antonin Dvorak (1841-1904) und den 42. Psalm von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). 

Das gemeinsame Konzert in Uster mit anschließender Feier war jedoch nur eine Hälfte des Projektes. Vier Wochen später kamen die Schweizer in den Nordosten und das Konzert wurde in der Prenzlauer Nikolaikirche wiederholt. Die 118-köpfige Chorgemeinschaft und 48 Orchestermusiker wurden von den Besuchern begeistert gefeiert, Chor und Orchester bedankten sich für die Ovationen mit einer Zugabe. „Nach dem Konzert hat das Publikum so begeistert reagiert. Das haben wir in der Schweiz so noch nicht erlebt“, sagte Thomas Sacher, der Chorleiter aus Uster.

Für die kriegsverschonten Schweizer sei es beeindruckend gewesen, wie sich das Gesicht der Stadt Prenzlau seit dem Zweiten Weltkrieg immer wieder verändert haben. Der Kontakt, so waren sich alle einig, soll nicht abbrechen, ganz im Gegenteil, schon bald dürfte es neue gemeinsame Projekte geben.