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Dachdecker punktet mit 1a-Durchschnitt

Martin Seifert (links) wird vom Obermeister der Dachdeckerinnung Norbert Rescher zum Junggesellen geschlagen. Seifert hatte alle Lehrfächer mit Eins abgeschlossen und seine Ausbildung sechs Monate vorzeitig beenden können.
Martin Seifert (links) wird vom Obermeister der Dachdeckerinnung Norbert Rescher zum Junggesellen geschlagen. Seifert hatte alle Lehrfächer mit Eins abgeschlossen und seine Ausbildung sechs Monate vorzeitig beenden können.
Monika Strehlow

Martin Seifert empfiehlt sich mit einem glatten Einser-Zeugnis für seine Arbeitgeber. So etwas hat die Kreishandwerkschaft Uckermark noch nicht erlebt.

Martin Seifert bestand seine Dachdeckerlehre mit einer glatten Eins in allen Fächern und verkürzte so seine Ausbildung um sechs Monate. Von seinem Innungsobermeister Norbert Rescher wurde er verdient zum Gesellen geschlagen. Mit dem jungen Mann erhielten auch 25 weitere junge Uckermärker ihren Gesellenbrief.  So wie Seifert haben auch die meisten anderen der frisch gebackenen Metallbauer, Anlagenmechaniker, Dachdecker, Elektroniker und Kfz-Mechatroniker bereits eine Arbeitsstelle oder stehen kurz davor.

Die Gesellenfreisprechung gehört seit 20 Jahren zu den festen Traditionen im Handwerk, das mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat. Rüdiger Fink, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, verwies gegenüber dem Uckermark Kurier darauf, dass trotz Mangel an Fachleuten Lehrstellen unbesetzt bleiben. Oft genügten schulische Leistungen nicht den heutigen Anforderungen der Berufe. „Wir raten den Betrieben immer, rechtzeitig mit den Schulabgängern in Kontakt zu treten und ihnen Praktika anzubieten.“