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Uckersee

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Dem Slawenboot fehlt ein Kapitän

Das Slawenboot könnte wieder auf dem Unteruckersee schippern - wenn die Stadt Geld für die Sanierung in die Hand nimmt.
Das Slawenboot könnte wieder auf dem Unteruckersee schippern – wenn die Stadt Geld für die Sanierung in die Hand nimmt.
Archivfoto: Klaus Bruske

Könnte das Slawenboot bald wieder in See stechen? Der Wunsch ist da, doch wer das historische Schiff steuert, ist unklar. Auch die Sanierung würde teuer werden.

Das Slawenboot dümpelt derzeit vor sich hin. Nach der Abwicklung des PSV fehlt ein Betreiber des Boots, außerdem müsste es dringend generalüberholt werden. Um das Holzschiff wieder schwimmfähig zu bekommen, wären rund 20 000 Euro allein im ersten Jahr nötig, schätzt Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos).

Ein Schiffsbauer aus Torgelow könnte sich um den originalgetreuen Nachbau kümmern, erklärte Sommer im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales. Das Boot müsste dafür zum Schiffsbauer gebracht werden – oder die Handwerker müssten nach Prenzlau kommen. Hinzu kommen Kosten für eine Tüv-Prüfung und die Zulassung, die auch in den Folgejahren anfallen würden – Sommer schätzt sie auf bis zu 2000 Euro. Die Ausschussmitglieder zeigten durchaus Interesse daran, das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen.

Doch ein Boot ohne Kapitän und Mannschaft? Bis jetzt gibt es keinen Betreiber, der das Boot regelmäßig nutzen und bei größeren Veranstaltungen präsentieren würde. Im Ausschuss nannte Sommer den Seesportverein als möglichen Betreiber, doch dort gibt man sich zurückhaltend. Vorsitzender Uwe Wollin erklärte auf Anfrage, dass dem Verein das nötige Personal fehle. Das Boot braucht einen Kapitän und mindestens vier Ruderer.