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Die Betrüger im Netz schlagen wieder zu

Das böse Erwachen kommt bei Kunden meist erst Wochen später. Da ist aber oftmals das Geld schon weg.
Das böse Erwachen kommt bei Kunden meist erst Wochen später. Da ist aber oftmals das Geld schon weg.
Oliver Berg

Ein Mann aus Schwedt verlor 8300 Euro. Er fiel auf Ganoven herein, die im einen Gewinn versprachen, wenn er eine Gebühr dafür bezahlt. Sein Geld sieht er wohl nie wieder. Und er ist nicht der einzige, dem es so geht.

Als ein Schwedter die Nummer seiner Kreditkarte in das Formular auf der Internet-Seite eingab, da war er noch froh, über einen Online-Anbieter aus Norddeutschland ein Schnäppchen gemacht zu haben: eine neue Bohrmaschine für 65 Euro. Inzwischen kümmert sich die Kriminalpolizei um den Fall. Denn die Bohrmaschine hat er nie bekommen. Dafür gab es von seinem Konto Abbuchungen aus Wien, Rotterdam und Wiesbaden. Alle über denselben Preis.

Noch schlimmer erging es einem weiteren Schwedter. Der bekam eine E-Mail aus der Schweiz, dass er bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe gewonnen hätte. Allerdings forderte der Absender, dass er dafür eine Gebühr bezahlen müsse. In mehreren Raten überwies er 8300 Euro. Jetzt erstattete er bei der Polizei Anzeige.

Derzeit viele Betrüger im Netz

Das sind nur zwei Fälle von insgesamt 88, die die Polizei in der Uckermark beschäftigen. Polizeisprecher Gerald Pillkuhn: "Wir mussten fast die Hälfte aller Fälle in Schwedt registrieren. In Templin sind es 30 Prozent." Obwohl Polizei, Verbraucherschützer und Medien vor solchen Betrügereien warnen, fallen leider immer wieder Menschen auf die Tricks der Ganoven herein. Derzeit, so warnt die Polizei, tummeln sich  offensichtlich wieder besonders viele Betrüger im Netz. Gerald Pillkuhn: "Deshalb raten wir eindringlich, bei der Weitergabe von Daten, wie Kontoverbindungen im Internet besonders vorsichtig zu sein."