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Die LAGA als ein göttlicher Weideplatz

Aufmerksam lauschten die Zuschauer dem musikalischen Programm beim Eröffnungsgottesdienst. Neben Sängern, Kammerorchester und Dirigent gehörte dazu auch das Gitarrenspiel.  Fotos (2): Leonie Mielke

Extra aus Melbourne, Australien, war George Dreyfus angereist, um den Eröffnungsgottesdienst zur Landesgartenschau in Prenzlau musikalisch zu untermalen. Am ...

Extra aus Melbourne, Australien, war George Dreyfus angereist, um den Eröffnungsgottesdienst zur Landesgartenschau in Prenzlau musikalisch zu untermalen.
Am vergangenen Sonntagvormittag hatten sich bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Gläubige und Interessierte auf der Freilichtbühne im Seepark eingefunden, um gemeinsam zu beten und zu singen. Und der australischen Volksmesse „An Australian Folk Mass“ zu lauschen, die von George Dreyfus komponiert und dirigiert worden ist. Das Stück „An Australien Folk Mass“ ist 1980 in Australien uraufgeführt worden. Und die Erstaufführung in Deutschland fand vor drei Jahren in Prenzlau statt. Dietrich von Buch, Mitbegründer der Angermünder Musik- und Kunstschule und ein guter Freund George Dreyfus’, habe ihn damals nach Prenzlau geholt, erinnert sich George Dreyfus. Und Dietrich von Buch sei es auch dieses Mal gewesen, der ihn eingeladen habe. „Er glaubt einfach an mein Stück“, so George Dreyfus.

Johanna Arndt, Sängerin in der Kantorei Prenzlau, hat bei beiden Aufführungen von „An Australian Folk Mass“ gesungen: „Wir haben das Stück damals in der Nikolaikirche aufgeführt und es war wundervoll. Heute war es aber auch wunderschön – vor allem, da endlich der Frühling da ist.“ Unterstützt wurde die Kantorei aus Prenzlau von Sängern aus anderen Chören und dem Preußischen Kammerorchester Prenzlau.
Dass Petrus den Gläubigen keinen Strich durch die Rechnung machte, freute auch Jobst Reifenstein. Er war extra aus Templin zum Gottesdienst gekommen und lobte Prenzlau für die Ausrichtung der Landesgartenschau: „Prenzlau gewinnt einfach nur durch die LAGA. Allein die Lage der Freilichtbühne zwischen der Stadtmauer und dem Unteruckersee ist sehr schön.“

Die blumige Vielfalt der LAGA lobte auch Bischof Dr.Markus Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der die Predigt hielt. Unterstützt wurde er von Bischofsvikar Dr. Matthias Fenski, Ökumenepfarrer des Erzbistums Berlin, und Anne-Kathrin Krause-Hering, Pfarrerin der Kirchengemeinde Prenzlau, die die Liturgie hielten. Bischof Dröge erinnerte die Gemeinde an den Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.“ Und die Uckermark, insbesondere die LAGA, erschiene ihm wie ein derart beschriebener Weideplatz: „Lebendiges Grün, Wiesen und Felder in einer sanften Landschaft sowie Seen und Gewässer.“ Er ermunterte die Gemeinde, auf der LAGA die Schöpfung Gottes zu entdecken, innezuhalten und nachzudenken.

Unter dem Motto „Gott steckt in jedem Detail“ wird die Kirche bis zum Ende der LAGA ein vielfältiges Programm anbieten. Dazu gehört eine tägliche Mittagsandacht um 12 Uhr am Standort der Kirchen am See.