Plattenbau

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Die letzten Mieter möchten in der Platte bleiben

In diesem Wohnblock in Holzendorf sind von 24 Wohnungen nur noch sieben belegt.
In diesem Wohnblock in Holzendorf sind von 24 Wohnungen nur noch sieben belegt.
Kai Horstmann

Kommunale Wohnungsunternehmen haben noch immer mit Altlasten der DDR zu tun. Die heutigen Bewohner sehen das allerdings ganz anders.

Probleme bereitet dem Kommunalen Wohnungsunternehmen Prenzlau-Land (KWU) ein Wohnblock im Neubauweg in Holzendorf bei Prenzlau mit den Aufgängen 5 bis 7. Von den 24 Wohnungen sind gerade noch sieben belegt. Im ersten Aufgang, dem Neubauweg 5, ist gerade mal eine von acht Wohnungen bewohnt. In den beiden weiteren Aufgängen gibt es jeweils drei Mieter. Zu DDR-Zeiten waren alle Wohnungen belegt. Vor allem Lehrer hatten hier gewohnt. Doch die sind schon lange nicht mehr da. Jetzt leben hier hauptsächlich Menschen, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben.

Mieter wollen bleiben

Für die KWU ist dieser Wohnblock ein Verlustgeschäft. Weil neue Mieter zurzeit nicht in Sicht sind, würde die KWU den Wohnblock gerne abreißen. Deren Geschäftsführer Hartmut Roll ärgert sich über die Landespolitik in Brandenburg und fordert die gleichen Förderrichtlinien wie in der Stadt auch auf dem Land. Dann wäre seiner Meinung nach der Wohnblock schon längst abgerissen worden. Aber die Mieter fühlen sich in dem Wohnblock wohl und möchten nach Möglichkeit nicht umziehen.