Kampf gegen Krebs
Die Rubinhochzeit wollte er unbedingt noch erleben

Karola und Hartmut Schmidt, hier mit Tochter Jacqueline, feierten ihren großen Ehrentag.
Karola und Hartmut Schmidt, hier mit Tochter Jacqueline, feierten ihren großen Ehrentag.
privat

Seit vier Jahren kämpft Hartmut Schmidt gegen den Krebs. Die Ärzte erstaunt sein Lebenswille. Jetzt meisterte er das nächste Etappenziel.

Kaum ein Schicksal hat die Uckermärker in den letzten Monaten so bewegt wie die Geschichte des schwerkranken Hartmut Schmidt. Seit die Ärzte 2014 bei ihm unheilbaren Knochenkrebs diagnostizierten, ist das Leben der gesamten Familie aus den Fugen geraten. An die Öffentlichkeit kam seine Odyssee im August, als sich Tochter Jacqueline hilfesuchend an den Uckermark Kurier wandte. Die Mutter einer kleinen Tochter wollte dem Papa helfen, weil ihn zusätzlich zu seiner Krankheit ein weiterer Schicksalsschlag getroffen hatte.

Nach dem Bericht des Uckermark Kurier brach eine Welle der Hilfsbereitschaft los. Wildfremde Menschen halfen dem 64-Jährigen mit Bargeldspenden. Zu diesem Zeitpunkt ging es dem zweifachen Vater schon wieder sehr schlecht. Beim letzten Interview mit den beiden sagte Ehefrau Karola, dass sie sich wünsche, die Rubinhochzeit noch mit ihm feiern zu können.

Empfang bei der Feuerwehr

Zum großen Erstaunen aller rappelte sich der schwerkranke Klockower wirklich auf. Sein Wunsch, im Feuerwehrdepot des Ortes Hof zu halten, wurde wahr. Viele kamen und machten den Eheleuten ihre Aufwartung, verbunden mit Dank für die von ihm geleistete Arbeit als langjähriger Feuerwehrchef.

Der ehemalige Vorarbeiter einer Reinigungsfirma hat sich jetzt übrigens ein neues Etappenziel gesetzt. Er würde alles dafür geben, die Einschulung seiner kleinen Enkelin mitzuerleben.