Wettschuld eingelöst
Dieser Mann schläft bei minus 14 Grad im Freien

Frank Köster trotzte dem frostigen Wetter.
Frank Köster trotzte dem frostigen Wetter.
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Das Zelten hat viele Anhänger. Doch bei Frost schlagen selbst eingefleischte Camper eher selten die Heringe in die Erde hinein. Frank Köster allerdings musste in diesen sauren Apfel beißen - der Vermessungstechniker hatte nämlich ein Versprechen abgegeben.

Nach ein, zwei Bier werden Männer manchmal mutig. Frank Köster macht da keine Ausnahme, wie die folgende Geschichte zeigt. Der Vermessungstechniker ließ sich nämlich auf eine frostige „Zu-viel-Bier“-Wette ein. „Wetten, dass du dich nicht traust, bei den Minusgraden im Zelt zu übernachten“, hatten die Kumpel des 33-Jährigen gefrotzelt.

Und ob er sich traute. Zu Wochenbeginn stellte der Prenzlauer das unter Beweis. Bei Temperaturen von minus 14 Grad Celsius bettete er sein müdes Haupt auf frostigem Boden. Sein Zelt schlug der mutige junge Mann vorm Seebad auf. Eine Genehmigung dafür hatte er vorab nicht eingeholt, wie er im Nachgang einräumen musste. „Aber wenn sich jemand nachträglich an der Aktion stört, soll er sich an mich wenden.“ Bei seinen Freunden stieß der mutige Akt jedenfalls auf Begeisterung. Mit knapp 200 Euro Spendengeld belohnten sie seinen unerschrockenen Einsatz.

Das Geld soll in den Ankauf des Kunstwerkes „Die Woge“ fließen, das von der Stadt im Andenken an den viel zu früh verstorbenen Journalisten Oliver Spitza erworben werden soll.

Wie er die mehr als acht Stunden in eisiger Umgebung überlebt hat, verriet Frank Köster auch. Er schlüpfte in zwei dünne Fleeceschlafsäcke und zog noch einen dritten darüber. „Das ließ sich aushalten dank des Zwiebelprinzips“, so Frank Köster. Abschließend möchte er aber vor allem Kinder warnen, das im Überschwang der Gefühle nachzumachen. „Bloß nicht, dafür braucht man ein bisschen Ausstattung und vor allem Übung“, mahnte er.