Dürrefolgen beklagt

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Dorfteich in Bandelow ist verschwunden

Die schilfgesäumte Sandwüste befindet sich mitten im Ort.
Die schilfgesäumte Sandwüste befindet sich mitten im Ort.
Claudia Marsal

Bilder von ausgetrockneten Gewässern erreichen uns derzeit aus ganz Deutschland. Auch in der Uckermark gibt es Dürreopfer, wie dieses Beispiel zeigt.

Die alten Bandelower erinnern sich noch daran, dass der Dorfteich in der Ortsmitte einst klares Wasser hatte. Doch das ist lange her. Seit Jahren schon wird in das Gewässer unwahrscheinlich viel Biomasse eingetragen. Während die Schlammhöhe 2002 noch 20 bis 30 Zentimeter maß, hat sie mittlerweile einen Höchststand von anderthalb Metern erreicht, sagt Bürgermeister Matthias Schilling. Der Kommunalpolitiker weiß, dass sich nicht nur die Anwohner um den Zustand des Teiches sorgen, sondern auch Durchreisende die zunehmende Verlandung des Gewässers registrieren.

Löschwasserquelle versiegt

Bei der Gemeinde selbst schrillten bereits vor Wochen die Alarmglocken. „Nach dem heißen Sommer hatten wir nämlich die Situation, dass kein Löschwasser mehr vorrätig war. Kein Wunder, schließlich gab es seit April keinen nennenswerten Niederschlag mehr“, erklärt Matthias Schilling.

Gemeinde reagiert unverzüglich

Die Gemeinde als Träger des Brandschutzes habe auf diese Notlage unverzüglich reagiert, so der Bürgermeister. Es wurden Maßnahmen zur Reaktivierung der fünf Löschwasserentnahmestellen ergriffen und Bereiche des Dorfteiches ausgebaggert. Jetzt gibt es wieder tiefere Stellen, an denen sich Wasser sammeln und gespeichert werden kann. „Wir hoffen nun natürlich auf Regen.“ Matthias Schilling ist bewusst, dass das Gewässer momentan eher an eine Wüste als an einen Dorfteich erinnert. „Unser erklärtes Ziel ist es aber, ihn wieder zu reaktivieren und zu renaturieren“, versichert das Gemeindeoberhaupt.