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Ein Prenzlauer Adliger hohen Ranges

Das Leben nehme er nicht so bierernst, stellt Jürgen Bischof klar und umarmt eine Bronze seines Vorgängers, des Begrün- ders der Kreismusikschule Uckermark Wilhelm Stein. [KT_CREDIT] FOTO: MS

VonMonika StrehlowDer Leiter der Kreismusikschule „geht fremd“ und schauspielert bei den Wikingern.Prenzlau/Schwedt.Das Leben hält manche Überraschung ...

VonMonika Strehlow

Der Leiter der Kreismusikschule „geht fremd“ und schauspielert bei den Wikingern.

Prenzlau/Schwedt.Das Leben hält manche Überraschung parat. Anders ist es wohl nicht zu bezeichnen, wenn die Uckermark heute Abend Jürgen Bischof als einen Prenzlauer Adligen hohen Ranges erleben darf.
Die Gelegenheit gibt ihm das neue Fantasiespektakel der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, das 19.30 Uhr auf der Odertalbühne im Hugenottenpark uraufgeführt wird. „Der Fluch der Wikinger“ – Fortsetzung des Vorjahres-Freiluftspektakels „Im Bannfluch der Göttin“ – bietet 63 Profi- und Laien-Mimen auf. Intendant Reinhard Simon und Jürgen Bischof, der in mehreren Positionen an der Kulturfront der Uckermark kämpft, kennen sich aus vielen Projekten. Zuletzt hatte der künstlerische Leiter des Uckermärkischen Konzertchores mit den Sängern im „Weißen Rössl“ mitgewirkt. Die Uckermark ist dünn besiedelt und nicht so üppig mit Schauspielern gesegnet. So fragte Simon den „Musikus“ Jürgen Bischof, ob er im Wikinger-Spektakel mitwirkten wolle. Er wollte. Das Angebot eines Adligen am Hofe Otto III., Markgraf von Brandenburg, konnte er nicht auschlagen. Aber keine Angst: Bischofs Part ist keine Sprechrolle, es kommt wohl auf große Gestik an.
Den Spaß macht der Chef der Kulturagentur Uckermark gern mit, auch wenn er seit April seine eng bemessene Freizeit dafür opfert. „Ich nehme das Leben nicht so bierernst“, versichert der frisch gebackene Laienmime und freut sich zudem, dass er so fast nebenbei viele neue Leute kennenlernte.

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m.strehlow@uckermarkkuirier.de