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Eisbader frieren sich im Uckersee die Eier blau

Hauptsache obenrum ist es schön warm.
Hauptsache obenrum ist es schön warm.
Claudia Marsal

Was die Schweizer Partnerstadt Uster kann, das können wir schon lange - dachten sich vor vier Jahren die Prenzlauer und übernahmen eine Tradition der Eidgenossen. Seitdem springen alljährlich im April auch in der Uckermark Mutige in die eisigen Fluten.

Oh, oh, oh... beim Blick aufs Thermometer verließ am Sonntag sicher so manchen Eisbader kurzzeitig der Mut. Von den sommerlichen 20 Grad, die der Samstag beschert hatte, war nämlich tags darauf in der Luft nur noch die Hälfte geblieben. Im See selbst sah es sogar noch dramatischer aus. Eisige sechs Grad Celsius vermeldeten die Organisatoren des diesjährigen Blaueier-Schwimmens. Dazu wehte ein ziemlich heftiges Lüftchen... Trotzdem konnten die Macher der vierten Auflage des Volksfestes erneut Rekordwerte verbuchen. Über 90 Kinder, Frauen und Männer wagten den Sprung in die Fluten. Mehr als tausend Besucher verfolgten das Spektakel aus sicherer Entfernung vom Ufer aus. Damit kommen die Uckermärker zwar noch längst nicht an die Schweizer Werte heran, wo in diesem Jahr über 200 Eisbader gezählt wurden. Aber wir sind auf einem guten Weg, sagte Bürgermeister Hendrik Sommer.