ELEKTROMOBILITÄT

Elektro-Autos könnten Passanten gefährden

Wenn die Wagen leise daherkommen, müssen Fußgänger besonders aufpassen. Die größte Gefahr besteht bei einer bestimmten Verkehrssituation.
Sebastian Marcinkowski liefert in der Uckermark seit einem Monat Poststücke und Pakete in seinem Lieferwagen mit Elektromotor aus.
Sebastian Marcinkowski liefert in der Uckermark seit einem Monat Poststücke und Pakete in seinem Lieferwagen mit Elektromotor aus. Martin Lindner
Uckermark ·

Autos, die mit Elektromotoren ausgestattet durch die Straßen der Region kurven, könnten insbesondere für hörbeeinträchtigte Bürger zum Unfallrisiko werden. Aufgrund der fehlenden Geräusche müssten Passanten bei den Elektrofahrzeugen erhöhte Vorsicht walten lassen, warnte Daniel Steinmetz, Gebietsleiter für Prävention bei der Polizeiinspektion Uckermark.

Unfallstatistik unterscheidet nicht die Antriebs-Arten

Auch Bärbel Cotte-Weiß, Sprecherin der Polizei-Direktion Ost in Frankfurt (Oder), bestätigt auf Nachfrage, dass das Gefahrenpotenzial besonders für ältere Menschen „tatsächlich gegeben ist“. Ob es vermehrt zu Unfällen aufgrund der leisen Motoren käme, könne sie jedoch nicht bestätigen, da die Polizei bei einem Unfall nicht berücksichtige, mit welchem Motor die Fahrzeuge ausgerüstet seien, so Cotte-Weiß.

Hohes Gefahrenpotenzial der leisen Motoren liegt beim Einparken

Für Jörg Kirst, Technik-Experte beim ADAC Berlin-Brandenburg, sieht das Hauptproblem darin, wenn Fahrzeuge mit Elektromotoren zum Beispiel einparken – denn beim Fahren höre man als Fußgänger sowieso eher die Reifen als den Motor.

Kirst spricht sich dafür aus, dass Autos mit E-Motoren beim Rückwärtsfahren mit einem Soundgenerator ausgestattet werden, ähnlich dem Piepen bei Lkw, die zurücksetzen.

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