Unsere Themenseiten

:

„Es braucht nicht viel, ein gutes Foto aufzunehmen“

"Ab in den See". Wie das für Stefan Rikken aussieht, zeigt dieses Foto. Im Kalender "Meine Heimat Uckermark" bebildert es den Monat Juli.
"Ab in den See". Wie das für Stefan Rikken aussieht, zeigt dieses Foto. Im Kalender "Meine Heimat Uckermark" bebildert es den Monat Juli.
Stefan Rikken

Seit fast 30 Jahren ist es Stefan Rikkens Hobby zu fotografieren. Überall lassen sich schöne Motive finden. Und wenn dann die Perspektive stimmt... Welche er wählt, das kann man im Kalender „Meine Heimat Uckermark“  sehen.

Mit dem Thema Lernen kennt sich Stefan Rikken aus. Er ist Lehrer für die Fächer Englisch, Geografie und Medien am Gymnasium in Templin. Seit seinem 16. Lebensjahr ist die Fotografie seine Leidenschaft. Kurse oder eine Ausbildung braucht er allerdings nicht, um zu wissen, wie ein schönes Foto aufgenommen wird. „So ziemlich alles, was ich fotografisch betreibe, habe ich mir selbst beigebracht“, sagt der 46-Jährige. Und das von der Pike auf: Als Jugendlicher hat er noch viele Stunden in der Dunkelkammer verbracht.

Adieu Dunkelkammer

Spätestens mit der digitalen Fotografie ist dann aus einem gelegentlichen Zeitvertreib ein ambitioniertes Hobby geworden. Zunächst in schwarz-weiß, jetzt fotografiert er überwiegend in Farbe. Die Dunkelkammer gehört der Vergangenheit an, wie Rikken sagt. „Mit dem Laptop im Wohnzimmer ist es definitiv gemütlicher, Bilder zu bearbeiten.“

Dabei hat er immer wieder neue Betätigungsfelder gefunden, die er auf seinen Fotos festhält. „Ich arbeite gerne mit Menschen“, erzählt der Gymnasiallehrer. Portraitfotos nehmen daher einen einen größeren Anteil seiner Arbeit ein. Mit ein wenig Kreativität ließen sich dabei spannende Situationen festhalten, sagt Stefan Rikken. Auch Sportler haben es dem Familienvater – er ist verheiratet und hat einen Sohn – als Motive angetan. Ob er Profis oder Nachwuchsteams in der Region fotografiert, spielt keine Rolle. Wie es für einen Geografielehrer kaum anders zu erwarten ist, versucht er auch von Reisen so viele fotografische Eindrücke mitzubringen wie möglich. „Eigentlich findet man überall Motive, wenn man die Welt aus dem fotografischen Blickwinkel betrachtet“, sagt Rikken. „Mitunter muss man nur die Perspektive leicht verändern.“

Arbeit mit Licht und Spiegelungen

Egal welches Motiv der 46-Jährige vor die Linse bekommt, gemeinsam hätten alle seine Fotos, dass er auf eine teure und komplizierte Blitztechnik verzichtet, erklärt Stefan Rikken. „Ich glaube, es braucht nicht viel, ein gutes Foto entstehen zu lassen.“ So könne auch besser mit Schärfe und Unschärfe experimentiert werden.

Wie genau es aussieht, wenn Stefan Rikken mit Licht und Spiegelungen arbeitet, kann jeder noch bis zum 29. Dezember mit eigenen Augen beurteilen. Bis dann ist seine Ausstellung „Begegnungen“ noch im Zehdenicker Ziegelhof zu sehen. Zudem ist Stefan Rikken einer der zwölf Fotofragen, deren Fotos es in den Kalender „Meine Heimat Uckermark“ des Vereins „Zuhause in Brandenburg“ geschafft hat. Aus über 400 Bildern hat der Verein für den Kalender 2014 die schönsten Motive aus der Uckermark ausgewählt, bis die zwölf Bilder feststanden, die den Landkreis zu allen Jahreszeiten und in all seinen Facetten präsentiert.

Kalender für eine gute Sache

Auf der Internet-Seite www.zuhause-in-brandenburg.de kann der Kalender angesehen und bestellt werden. Außerdem ist er in Templin im Heimatladen erhältlich. In Prenzlau kann er im Wein- und Teehaus Gotzmann gekauft werden. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, sollte einen Blick riskieren, zumal der Kalender einem guten Zweck dient. Der Erlös kommt dem Projekt „Kinder für Kinderrechte“ der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark zugute.