:

Feuer-Rufe erschüttern Laubenpieper

Der Garten liegt am äußersten Rand der Anlage. Wenn hier gezündelt wurde, dann nur vom Friedhof aus, sagen die Nachbarn. Brandherd hinten links.
Der Garten liegt am äußersten Rand der Anlage. Wenn hier gezündelt wurde, dann nur vom Friedhof aus, sagen die Nachbarn. Brandherd hinten links.
Claudia Marsal

Die Prenzlauer Kleingärtner kommen einfach nicht zur Ruhe. In der Nacht zu Montag stand wieder eine Anlage in Flammen. Ob es sich auch hier um Brandstiftung handelte, ist noch unklar.

Vereinschefin Marion Marenke hatte sich gerade hingelegt, als laute "Feuer"-Rufe durch die Gartenanlage "Am Schäfergraben" hallten. Innerhalb kürzester Zeit verließ die Prenzlauerin ihre Laube und eilte – dem Brandgeruch folgend – zum Ort des Geschehens. Als sie Parzelle Nummer 109 erreichte, sah sie Stichflammen in den Nachthimmel lodern. "Nicht schon wieder", schoss es der Verwalterin der 109 Gärten durch den Kopf.In ihrem Verein hatte es vor Kurzem schließlich schon einmal gebrannt. Schon damals deutete alles auf Brandstiftung hin. Doch Genaueres wissen die Laupenpieper bis heute nicht.

Die Kriminalpolizei sucht nach wie vor fieberhaft nach dem oder den Täter(n), die mehrere Male in Prenzlauer Kleingärten Feuer legen. Die Angst sitzt mittlerweile tief. Viele Pächter wagen sich nachts nicht mehr weg, aus Sorge um ihr Hab und Gut. Ob es in diesem Fall wieder Brandstiftung war, steht noch nicht fest. Fakt ist nur, dass dank des schnellen Reagierens von Zeugen und des Einschreitens von Polizei und Feuerwehr Schlimmeres verhindert werden konnte. Diesmal ging ein Schuppen in Flammen auf, die benachbarte, frisch sanierte Laube wurde nur in Mitleidenschaft gezogen.

Mehrmals berichtete der Uckermark Kurier über Laubenbrände in diesem Jahr in Prenzlau: