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Naturschutzprojekt

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Flugplatz für Fledermäuse in Prenzlau geplant

Könnte zu einem neuen Rückzugsort für Fledermäuse, Schwalben und andere geschützte Arten werden: Das alte Materialgebäude auf dem Feldflugplatz in Prenzlau.
Könnte zu einem neuen Rückzugsort für Fledermäuse, Schwalben und andere geschützte Arten werden: Das alte Materialgebäude auf dem Feldflugplatz in Prenzlau.
Benedikt Dittrich

Die Flächenagentur Brandenburg plant eine Heimat für Fledermäuse auf dem alten Flugplatz der Kreisstadt: Das wäre einmalig in der Uckermark.

Das Materialgebäude auf dem alten Feldflugplatz von Prenzlau könnte zu einem Refugium für Fledermäuse und andere geschützte Arten werden. Die Flächenagentur Brandenburg plant ein Naturschutzprojekt in dem maroden Gebäude. Kostenpunkt: 250 000 Euro.

In direkter Nachbarschaft zu dem 2012 eingeweihten Solarpark könnten Fledermäuse, aber auch Schwalben und andere bedrohte Tierarten einziehen. Derzeit befinde man sich noch in Gesprächen, erklärte Geschäftsführerin Anne Schöps, aber ein Ingenieurbüro sei bereits mit der Planung beauftragt.

Keine Sanierung des alten Gebäudes nötig

Um eine Sanierung des alten Gebäudes handele es sich dabei allerdings nicht, betonte Schöps, lediglich um eine Sicherung der Mauern und des Dachs. Das Projekt soll von Investoren, Grundstücksbesitzern oder Kommunen als Ausgleichsmaßnahme finanziert werden. Immer dann, wenn Windräder gebaut, Häuser saniert oder abgerissen werden und dabei geschützte Arten ihren Lebensraum verlieren, kann die Naturschutzbehörde eine solche Maßnahme einfordern.

Die Stadt Prenzlau hofft ebenfalls auf das Projekt, die Verwaltung will das Gutshaus in Alexanderhof abreißen. In dem Keller leben aber mehrere Fledermaus-Arten. Diese könnten als eine der ersten in das Materialgebäude umziehen.