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Garten ist nach vier Einbrüchen verbarrikadiert

Innen hat Dietrich Dittmann die Fenster mit Brettern vernagelt.
Innen hat Dietrich Dittmann die Fenster mit Brettern vernagelt.
Privat

Bei Dietrich Dittmann in der Laube lagern keine Goldreserven. Trotzdem hat der 66-Jährige seinen Bungalow gesichert, als wäre er Fort Knox. Der Prenzlauer wurde mehrmals ausgeraubt. Auch andere Kleingärtner haben Sorgen.

Dietrich Dittmann hat die Nase gestrichen voll. Zum vierten Mal ist sein Gartengrundstück in Prenzlau von Einbrechern heimgesucht worden. Jedes Mal gingen die Ganoven mit brachialer Gewalt vor. Sie rissen Fensterläden ab, stemmten Türen mit Brecheisen auf und zertrümmerten das Inventar. Mittlerweile hat der Pensionär seinen Besitz fast schon wie Fort Knox gesichert, das legendäre Goldlager der USA. "Dabei gibt es bei mir gar nichts Großes zu holen", ist der Kreisstädter überzeugt.

Doch die Einbrecher fanden stets etwas: Fernseher, Lampen, Kabel, digitale Technik – das alles ist schon verschwunden. Der Schaden geht in die tausende Euro. Und Dietrich Dittmann weiß mittlerweile gar nicht mehr, wie er sich noch schützen soll. Dabei unternehmen die Prenzlauer Kleingärtner viel zum Schutz ihrer Anlagen. Im Herbst beispielsweise hatten sie ihre Lauben winterfest gemacht und erfahrungsgemäß gegen Einbrecher gesichert. Generell treibt die Laubenpieper in Prenzlau auch die Sorge vor Brandstiftern um. Mehrmals wurde in diesem Jahr bereits die Feuerwehr gerufen, weil Unbekannte Lauben in Brand gesteckt hatten.