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Unklare Rechtslage

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Gedenkstätte für jungen Biker in Gefahr?

Bis heute erinnern nahe Schenkenberg Kreuze, Kerzen und Herzen an einen im Mai 2014 verunglückten Motorradfahrer.
Bis heute erinnern nahe Schenkenberg Kreuze, Kerzen und Herzen an einen im Mai 2014 verunglückten Motorradfahrer.
Claudia Marsal

Prinzipiell sind sie nicht gestattet. Doch auch in der Uckermark finden sich an den Straßen zahlreiche Erinnerungsplätze für Unfallopfer.

Es ist über vier Jahre her, dass nahe Schenkenberg ein junger Mann den Tod fand. Noch heute erinnern sich die Retter an den tragischen Unfall, zu dem sie am 18. Mai 2014 gerufen wurden. Der Biker war offensichtlich von der Fahrbahn abgekommen und hatte einen Baum touchiert. An genau diesem Ort erinnert seitdem eine außergewöhnliche Gedenkstätte an den Toten.

Schmetterlinge, Kerzen, Herzen, Blumen und Grablichter lassen erahnen, wie schmerzlich dieser Prenzlauer vermisst wird. Doch hat dieser, mit weißen Steinchen gesäumte Platz überhaupt eine Chance, erhalten zu bleiben? Diese Frage stellt sich, denn prinzipiell ist in Deutschland die Errichtung von Unfallkreuzen nicht gestattet. In Schenkenberg rechnen die Bewohner deshalb schon lange damit, dass der Abbau angeordnet wird.

Die für die Kreisstraße 7344 zuständige Uckermärkische Dienstleistungsgesellschaft zieht das aber nicht in Erwägung. Nach eingehender Prüfung des Falls ließ Geschäftsführer Thomas Hacker wissen, dass es zwar keine gesetzliche Regelung für solche Orte des Gedenkens gebe, man sie aber stillschweigend dulde. „Nur wenn dadurch die Verkehrssicherheit und/oder die Bewirtschaftung beeinträchtigt wird, müsste eine Reaktion erfolgen. Das war in diesem Fall bisher aber nicht nötig. Es liegen auch keine Beschwerden vor.”