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Gefährliche Fahrten auf der Autobahn

Die Polizei hat zwei Unfälle innerhalb weniger Stunden auf der A 11 aufgenommen.
Die Polizei hat zwei Unfälle innerhalb weniger Stunden auf der A 11 aufgenommen.
Patrick Pleul

Unbekannte schleuderten von einer Brücke aus Gegenstände auf die A  11 und trafen damit einen Pkw. Wenig später ereignete sich ein zweiter Unfall.

Schrecksekunde auf der Autobahn 11: In der Nacht zum Dienstag hatte ein 61 Jahre alter Pkw-Fahrer wohl mehr als nur einen Schutzengel auf der Autobahn dabei. In Richtung Stettin wurden auf Höhe des Autobahndreiecks Uckermark bei Schmölln Gegenstände – großes Astwerk und zwei Leitpfosten – von der Brücke aus auf die Fahrbahn geworfen. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte.

Dennoch fanden die geworfenen Gegenstände ein Ziel: Ein Mercedes wurde an der Frontscheibe, der Motorhaube sowie an Stoßstange durch die fliegenden Geschosse demoliert. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf ungefähr 2000 Euro. Hinweise darauf, ob es sich um einen Einzeltäter oder eine Gruppe von mehreren Leuten gehandelt hat, liegen den Beamten nicht vor. „Ein Autofahrer hat uns den Vorfall gemeldet, konnte aufgrund der Dunkelheit jedoch keine weiteren Angaben machen“, so ein Sprecher der Polizeiinspektion. Nun wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Nur wenige Stunden, nachdem die Gegenstände auf die A  11 geworfen worden waren, kam es auf der Autobahn zwischen Joachimsthal und Pfingstberg zu einem Auffahrunfall. Aus nicht geklärter Ursache fuhr ein Transporter auf einen Pkw auf. Zum Glück wurde auch bei diesem Unfall niemand verletzt, hieß es von der Polizei. Die Leitplanke, zwei Begrenzungspfosten und die Fahrzeuge wurden beschädigt, der Schaden wird auf rund 5500  Euro geschätzt. Die A  11 war an der Unfallstelle circa 20 Minuten voll gesperrt.