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Naturschauspiel bei Rittgarten

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Gespensterbaum fasziniert die Uckermärker (Video)

Auch Gräser und Blumen wurden eingewebt.
Auch Gräser und Blumen wurden eingewebt.
Claudia Marsal

Zwischen Schapow und Rittgarten sorgt ein Naturschauspiel für Aufsehen. Viele Menschen pilgern zu einer bestimmten Stelle an der Allee.

Zwischen Schapow und Rittgarten in Nordwestuckermark ist derzeit ein Naturphänomen zu bewundern. Anwohner haben die Kuriosität bereits „Gespensterbaum“ getauft. Dabei handelt es sich um einen riesigen Baum an der Allee, dessen Stamm und Äste wie von Geisterhand mit schneeweißen Fäden überzogen sind. Das undurchdringliche Gespinst reicht mittlerweile über die Wiese bis auf die Fahrbahn.

Schön oder Gruselig?

Für die einen ist der Anblick märchenhaft schön, andere finden ihn „gruselig“. Fakt ist, dass das weiße Gespinst bisher nur einen einzigen Baum umhüllt. So richtig geheuer scheint das niemandem zu sein. Fotografiert wird nur aus großer Entfernung.

Berührung ist ungefährlich

Dabei kann, selbst bei Berührung, nichts passieren. Ilona Hellwig, Chefin einer Baumschule und eines Gartenmarktes, sagt: „Da hat sich die Gespinstmotte breit gemacht. Absolut ungefährlich.“ Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner, dessen Härchen bei Berührung ein sehr unangenehmes Nervengift verteilen, sei diese Mottenart völlig harmlos für Menschen und Tiere. Zwar fressen die Raupen Bäume und Sträucher ratzekahl und seilen sich dann in die Erde ab, um sich zu verpuppen und auf ein zweites Leben als Schmetterling zu freuen – das Gespinst rings um ihre Heimat auf Zeit soll aber lediglich vor Fressfeinden schützen.

Grüne Hoffnung

Aber selbst Bäume und Sträucher, die jetzt das weiße Gespinst-Kleid tragen, müssen die Hoffnung auf eine grüne Zukunft nicht aufgeben. Fachleute raten, die befallenen Äste im Kleingarten mit dem Gartenschlauch kräftig abzuspritzen. Oder aber man schneidet diese Äste gleich ganz ab. Außerdem könne man die Raupen absammeln und vernichten.