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„Gottes Acker“ wird als Bolzplatz missbraucht

„Am Montag habe ich den Rasen noch gemäht“, berichtet Helmut Becker, der den Außenbereich der Prenzlauer Sabinenkirche pflegt. Sauber außen herum, wie ...

Im Dunkeln übersehen oder absichtlich zertrampelt? Irgendjemand hatte es offensichtlich auf die Blumen im Garten der Sabinenkirche abgesehen.

„Am Montag habe ich den Rasen noch gemäht“, berichtet Helmut Becker, der den Außenbereich der Prenzlauer Sabinenkirche pflegt. Sauber außen herum, wie er sagt. Einen Tag später stehen er und Jürgen Stier fassungslos im Garten. Abgetretene Blumenköpfe liegen verstreut, einige Stiele sind abgeknickt, Blüten abgerissen. Eigentlich hätte der Garten von St. Sabinen so schön werden können, ärgert sich Jürgen Stier, Kantor im Ruhestand. Extra für die LAGA habe er im vergangenen Herbst die Blumen angepflanzt. Wer an der Sabinenkirche vorbei kommt, sollte schließlich auch dort bunte Farbtupfer im Garten vorfinden.
Seit Dienstag ist das Idyll nun gestört. „Die Blumen wurden mutwillig zertrampelt. Vielleicht ist auch jemand mit dem Fahrrad rüber gefahren“, zeigt Jürgen Stier auf die Spuren auf dem Rasen. Das Blumenbeet vor dem Eingang der Kirche habe der Unhold nicht angerührt. Aber hinten hat er gewütet, wie Becker berichtet. „Als ob da jemand reingetreten hat, wie beim Fußball“, macht sich Helmut Becker Luft, springt auf und führt vor, wie das ausgesehen haben könnte. In der Nacht auf Dienstag müsse das „Trampeltier“ durch das Beet gestapft sein. Dadurch, dass im Zuge der Bauarbeiten am Nordufer des Unteruckersees die alten Garagen neben der Kirche abgerissen wurden, ist das Gelände nun jederzeit zugänglich. Ob jemand Montagnacht nur eine Abkürzung über den Hof der Sabinenkirche gesucht hat oder einfach nur Lust hatte, etwas kaputt zu machen? Zugang zum Gelände hin oder her, warum jemand auf die Idee kommt, das Beet kaputt zu treten, können weder Stier noch Becker verstehen. „So etwas hatten wir noch nie“, erzählt Jürgen Stier. Finanziell sei der Schaden nur gering, „aber es geht schließlich um das Ansinnen“, ärgert sich der ehemalige Kantor.