Einzelhandel

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Gramzower unterschreiben für Netto

Steffen Raase (von links), Marco Kuck und Danny Ruthenburg von der Fraktion "Bürgernahe Kommunalpolitik" werten die bisherigen Unterschriften aus.
Steffen Raase (von links), Marco Kuck und Danny Ruthenburg von der Fraktion „Bürgernahe Kommunalpolitik” werten die bisherigen Unterschriften aus.
Benedikt Dittrich

In Gramzow werden Unterschriften für oder gegen eine Netto-Ansiedlung gesammelt. Den Initiatoren geht es um ein Stimmungsbild.

Die Fraktion „Bürgernahe Kommunalpolitik” in der Gemeindevertreterversammlung reagiert auf die Kritik an der von ihr gestarteten Unterschriftenaktion zu den Ansiedlungsplänen des Netto-Discounters. Die fünf Lokalpolitiker sehen die Aktion als Meinungsumfrage und Entscheidungshilfe.

Rund 470 Personen haben bereits ihren Namen auf das Papier gesetzt – fünf waren dagegen. Eine Zustimmung von über 95 Prozent. Bei der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter, wenn das Thema Netto auf der Tagesordnung steht, soll dieses Stimmungsbild den Vertretern eine Entscheidungshilfe sein, für oder gegen die Pläne des Einzelhändlers zu stimmen.

Die Initiatoren machen kein Hehl daraus, dass sie die Ansiedlung persönlich befürworten – sie sehen den Discounter als Möglichkeit die Wirtschaft in dem kleinen Ort zu erhalten. Die Bewohner sollen ihre Einkäufe möglichst in Gramzow erledigen, anstatt die größeren Städte ringsum zu besuchen – um langfristig auch Apotheke, Bäcker und vieles mehr vor Ort zu erhalten.