SCHLAGLOCH-PISTE

Grüne Uckermark darf sich blau ärgern

Ob die Uckermark in einigen Jahren mit dem Auto noch befahrbar ist? Die Ausstattung des Landesbetriebes für Straßenwesen Brandenburg mit Geldern für die Sanierung von Straßen lässt Schlimmes befürchten.
Seit einem Jahr dürfen Laster die L 25 zwischen Schmölln und der A 20-Auffahrt Prenzlau-Süd nicht mehr nutzen.
Seit einem Jahr dürfen Laster die L 25 zwischen Schmölln und der A 20-Auffahrt Prenzlau-Süd nicht mehr nutzen. Monika Strehlow
Schilder künden die Bauarbeiten an der Brücke auf der Landesstraße 25 bei Schmölln an.
Schilder künden die Bauarbeiten an der Brücke auf der Landesstraße 25 bei Schmölln an. Monika Strehlow
Uckermark.

Die angekündigte Sperrung der Landesstraße 25 zwischen der A 20-Abfahrt Prenzlau-Süd und Schmölln sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Hinter den Kulissen scheint ein Kampf um die Gelder zu toben, dessen Ausgang noch ungewiss ist. Die Mittel für die Sanierung oder gar den Neubau von Landesstraßen reichen vorne und hinten nicht. Neben den Bundesstraßen, für die finanziell der Bund aufkommt, bewirtschaftet der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg rund 5800 Kilometer eigene Straßen.

Edgar Gaffry, Vorstand Planung und Bau in der Behörde, macht eine dramatische Tendenz deutlich. 2013 standen rund 70 Millionen Euro zur Verfügung, sagt er. In diesem Jahr können voraussichtlich 40 Millionen Euro verbaut werden. 2015 scheint die Talfahrt nicht aufzuhalten zu sein, wenn gerade mal 21 Millionen Euro avisiert werden. „Ich kann den Unmut verstehen. Doch geben wir an einer Stelle Geld aus, müssen wir an anderer Stelle absagen.“ Darum hat beispielsweise auch die L 217 in der katastrophalen Ortsdurchfahrt von Klaushagen nicht vor 2015 Aussicht auf Erneuerung. Und ihre Sanierung weiter nach Boitzenburg steht noch immer nicht auf dem Plan.

Während die mehr als klammen Baukassen eine Folge der Landespolitik sind, gilt die Uckermark seit Längerem schon nur als Transitland, geht es um den Einsatz der Straßenbaugelder. Der Landesbetrieb stuft seine Straßen ein in Grundnetz – sprich, Hauptverkehrsachsen- und Grünnetz, also relativ wenig befahrene Strecken. So darf sich der grüne Landstrich Uckermark weiterhin blau ärgern über zu geringe Investitionen in die Landesstraßen. Es wird sich nichts ändern, solange die Politik nicht anders entscheidet.

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