DURCHLÖCHERTER SCHÄDEL

Gruseliger Fund gibt Rätsel auf

Eine seltene Überraschung erlebten Arbeiter in der Dedelower Kirche. Sie entdeckten eine Gruft, die niemand mehr zu kennen scheint.
Monika Strehlow Monika Strehlow
Die Verletzungen an dem Schädel deuten auf einen gewaltsamen Tod hin.
Die Verletzungen an dem Schädel deuten auf einen gewaltsamen Tod hin. Monika Strehlow
Funde aus der Gruft.
Funde aus der Gruft. Monika Strehlow
Etwa 1,70 Meter tief wurde der Sand aus der Gruft geholt. Dort wurden drei Holzsärge mit Bestattungen gefunden.
Etwa 1,70 Meter tief wurde der Sand aus der Gruft geholt. Dort wurden drei Holzsärge mit Bestattungen gefunden. Monika Strehlow
Dedelow.

Welches Schicksal mag den Menschen ereilt haben, dessen Schädeldecke und Unterkiefer jetzt von Archäologen in der Dedelower Kirche gefunden wurden. Manfred Röder und Mike Kwiotek können nur spekulieren. Zwei Löcher vorn und hinten im Schädelknochen und Spuren von einem Hieb weisen auf einen gewaltsamen Tod hin. Das müsste ein Anthropologe näher untersuchen, sagen sie. Nur wird es dazu kaum noch kommen. Denn die sterblichen Überreste auch der anderen Toten, die unter dem Fußboden der Kirche gefunden wurden, erhielten am selben Ort wieder ihre letzte Ruhe.

Der Grund ihrer Störung waren Senkungen an den Stützpfeilern der Patronatsloge. Der Feldsteinbau von 1250 gilt in der Uckermark als die Kirche mit dem noch am vollständigsten erhaltenen Inventar. Pfarrer Kris­pin hütet diesen Schatz und bemüht sich, ihn Schritt für Schritt instand zu halten. Nun hatten sich Teile der Empore und des Fußbodens bedenklich gesenkt. Als man der Ursache auf den Grund ging, stieß man auf eine unbekannte, gemauerte Gruft.

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