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Betrügerkolonnen unterwegs

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Handwerker hauen alten Mann übers Ohr

Nicht alle Dachdecker sind seriös. Die Polizei rät generell dazu, sich im Vorfeld genau über den Betrieb zu informieren, dem man einen Auftrag geben will, und – ganz wichtig – einen Kostenvoranschlag einzuholen. 
Nicht alle Dachdecker sind seriös. Die Polizei rät generell dazu, sich im Vorfeld genau über den Betrieb zu informieren, dem man einen Auftrag geben will, und – ganz wichtig – einen Kostenvoranschlag einzuholen.
NK/Archiv

In Schwedt ist ein Rentner Betrügern auf den Leim gegangen. Sie bauten seine Dachrinnen ab und verlangten sogar noch viel Geld dafür.

Mit einem Handwerker aus der Region wäre der Hausbesitzer vermutlich günstiger gekommen... So aber ließ sich ein älterer Herr aus Schwedt auf windige Gestalten ein. Nach Aussagen von Polizeisprecher Gerald Pillkuhn hatten diese an der Tür des Seniors geklingelt und als Dachexperten ausgegeben. Sie machten den Schwedter Rentner Glauben, dass seine Dachrinnen dringend überprüft und ausgetauscht werden müssten. Der Uckermärker ließ sich auf dieses windige Angebot ein.

Rinnen und Fallrohre gebaut

Nachdem die Rinnen samt Fallrohren abgebaut waren, kassierte die Firma einen hohen Betrag. Tags darauf tauchten die Handwerker wieder auf – zum Anbau der „Neuen“. Was der Hauseigentümer vermutlich nicht gleich sah, war, dass alte Plasterinnen eingesetzt wurden. Die Fallrohre, so Pillkuhn, ließen die Arbeiter ganz weg. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, tauchte eine Abordnung des Betreibers sogar ein drittes Mal auf und forderte eine Nachzahlung. Auch darauf ging der Geschädigte ein.

Mehrere Anzeigen im vergangenen Jahr

Die Prenzlauer Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, noch einmal ausdrücklich vor solchen Haustürgeschäften zu warnen. In der Regel würden minderwertige Dienstleistungen völlig überteuert angeboten und eine Reklamation sei nicht mehr möglich, weil die Trupps dann schon Richtung Osten weitergezogen sind, so die Erfahrung. „Es handelt sich dabei nicht um deutsche Firmen“, stellt Gerald Pillkuhn klar. Schon der ausländische Akzent sollte also stutzig machen. Die Uckermark hatte in den letzten Monaten Ruhe vor solchen Machenschaften gehabt. Im letzten Jahr allerdings waren viele Anzeigen eingetrudelt, unter anderem wegen betrügerischer Angebote zu Hofpflaster- oder Asphaltarbeiten.