NEUES WOHNPROJEKT

Hier bekommen überforderte Mütter Hilfe

Ein neues Wohnprojekt auf Zeit soll Kindern aus uckermärkischen Problemfamilien den Start ins Leben erleichtern. Hilfe ist vorerst für ein Jahr angedacht.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Wenn der Nachwuchs weint, heißt es Nerven bewahren. Manche Eltern müssen das erst lernen.
Wenn der Nachwuchs weint, heißt es Nerven bewahren. Manche Eltern müssen das erst lernen. Claudia Marsal
Prenzlau.

Uckermärker Eltern sind immer häufiger mit ihrem Nachwuchs überfordert. Landrätin Karina Dörk (CDU) zufolge gehen bei ihrer Behörde mittlerweile in Größenordnungen Anzeigen zur Kindeswohlgefährdung ein. „Wir haben es mit ganz schwierigem Klientel zu tun”, so die Kommunalpolitikerin.

Kein Wunder also, dass das jüngste Projekt der IG Frauen und Familie beim Landkreis für Begeisterung sorgt. Der Verein plant, fünf stationäre Wohnplätze für werdende Mütter einzurichten. Dazu soll es demnächst einen Umbau in der Jugendbegegnungsstätte Uckerwelle geben. Bedarf anmelden können Frauen bereits in der Schwangerschaft.

Starthilfe für Babys

„Wenn absehbar ist, dass sie mit dem Baby Starthilfe brauchen, werden wir präventiv Hilfe auf den Weg bringen”, versicherte die langjährige Geschäftsführerin Sieglinde Knudsen. Angedacht ist eine Verweildauer von zwölf Monaten. Laut IG Frauen und Familie ist die Lage der Uckerwelle prädestiniert für so ein Projekt.

Es gibt eine hauseigene Kita sowie Schulen in der Nachbarschaft. Im Haus selbst steht den Müttern quasi rund um die Uhr Fachpersonal als Ansprechpartner zur Verfügung. Sieglinde Knudsen verspricht sich viel von diesem Vorhaben. Je eher man helfend zur Seite stehe, desto besser ständen die Chancen für Kinder aus Problemfamilien. Landrätin Karina Dörk würdigte in diesem Zusammenhang den Verein als enorme Stütze für den Landkreis. Er sei ein verlässlicher Partner.

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