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Jobcenter massiv in der Kritik

19 Uckermärker reichten in den vergangenen Monaten eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landrat ein.
19 Uckermärker reichten in den vergangenen Monaten eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landrat ein.
S.Engels

Wenn Bürger in Ämtern unzufrieden sind, können sie sich beschweren. In der Uckermark scheint das vor allem bei Hartz IV-Beziehern der Fall zu sein.

Die Uckermärker machen immer öfter von Dienstaufsichtsbeschwerden Gebrauch. Im laufenden Jahr gab es bis zum Stichtag 30.  Oktober beispielsweise 19 solcher Verfahren gegen Angestellte des Jobcenters. Die Zahlen wurden auf dem jüngsten Kreistag publik. Am unzufriedensten sind die Bürger demnach mit dem Team der Geschäftsstelle Schwedt. Dort kam es acht Mal zu Beschwerden über die Arbeit beziehungsweise das Verhalten der Mitarbeiter. Dicht gefolgt von Prenzlau, wo fünf Beschwerden eingingen. In Angermünde waren es vier, in Templin zwei. Als Gründe führten die Beschwerdeführer neunmal unangemessene Behandlung an. Allein sechs Mal betraf das die Angestellten in Schwedt.

Unzufrieden mit Beratung

Aber auch unzureichende Beratung, zu lange Bearbeitungszeiten, versagte Weiterbewilligung von Leistungen und Befangenheit von Mitarbeitern führten dazu, dass Klienten zu diesem Rechtsmittel griffen.

Frank Fillbrunn, zweiter Beigeordneter des Landrates, versicherte, dass jede Dienstaufsichtsbeschwerde sehr ernst genommen werde. Personalrechtliche Maßnahmen habe man bislang allerdings nicht eingeleitet, hieß es.