Handynetz
Kampf gegen Funklöcher in der Uckermark

Funklöcher gibt es vor allem da, wo sich der Ausbau des Handynetzes nicht lohnt. Viele Stellen in der Uckermark zählen dazu.
Funklöcher gibt es vor allem da, wo sich der Ausbau des Handynetzes nicht lohnt. Viele Stellen in der Uckermark zählen dazu.
Karl-Josef Hildenbrand

Brandenburg bleibt ein Tal der Ahnungslosen – zumindest mit Blick auf Mobilfunk in ländlichen Regionen. Die Uckerkmark bildet da keine Ausnahme.

Die Abdeckung mit Mobilfunknetzen gleicht in der Uckermark gefühlt einem Flickenteppich. Während größere Städte bereits von schnellen Verbindungen profitieren, flaut es in ländlichen Regionen stark ab. An manchen Stellen hat kein einziger Anbieter einen Funkmast in Reichweite. Dieses Problem treibt auch den Kreisausschuss um. Jetzt haben die Politiker eine Resolution auf den Weg gebracht, die auf Probleme in der Region hinweisen soll – außerdem werden Lösungen gefordert.

Um Löcher zu schließen, muss man sie kennen

Der Landrat soll die unterversorgten Gebiete identifizieren, auflisten und sich dafür einsetzen, dass Lücken geschlossen werden, fordern die Politiker. Im vergangenen Jahr hatte zuletzt eine Kampagne der CDU für Aufsehen gesorgt: Auf einer Internetseite wurden Funklöcher aus dem gesamten Bundesland gemeldet. Auch rund um Templin, Angermünde und Schwedt meldeten Bürger zahlreiche Löcher.

Auf Bundesebene ist als schnelle Lösung nationales Roaming angedacht – damit könnten Mobilfunkanbieter ihre Funkmasten gemeinsam nutzen und so Geld sparen. Für die komplett weißen Flächen sind Zuschüsse vom Land geplant. Doch wie die genutzt werden können, muss erst auf EU-Ebene geklärt werden.