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Entsetzliche Tierschicksale

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Katzenbabys der Papiertonne entronnen

Vor sechs Wochen kamen Moppel und Moni ins Prenzlauer Tierheim. Susanne Bercht ist erschrocken und fassungslos darüber, dass man die Katzenbabys mit vier Geschwisterchen aus einer Papiertonne retten musste.
Vor sechs Wochen kamen Moppel und Moni ins Prenzlauer Tierheim. Susanne Bercht ist erschrocken und fassungslos darüber, dass man die Katzenbabys mit vier Geschwisterchen aus einer Papiertonne retten musste.
Monika Strehlow

Tierquälerei hat viele Gesichter, sagen Experten. Die Dunkelziffer kann niemand einschätzen. Doch jetzt wurden in der Uckermark neue Beispiele bekannt. 

Moppel und Moni sind gerade zehn Wochen alt und doch nur knapp dem Tod entronnen. In Pasewalk wurden sie in einer Papiertonne gefunden, zusammen mit vier Geschwistertieren in einen Karton gesperrt. In ihrer Not hatten sich die Spaziergänger an das Prenzlauer "Erika Kliem"-Tierheim in Prenzlau gewandt, wo die Samtpfötchen aufgenommen wurden. Leiterin Susanne Bercht ist erschrocken und fassungslos, dass Menschen hilflose Lebewesen so kaltherzig "wegwerfen".

Fälle von Tierquälerei wurden in diesen Tagen mehrere in der Uckermark bekannt. So wurde in Groß Kölpin ein Jagdterrier mit einer Heugabel aufgespießt, weil der die Schafe attackierte. In Gartz starb kürzlich ein Kater, auf den offensichtlich mit einem Luftdruckgewehr geschossen worden war. Selbst eine Operation konnte das Tier nicht mehr retten.

"Tierquälerei ist ein weites Feld"

Frauke Förster, Vorsitzende des Prenzlauer Tierschutzvereins, weiß, wie schwer Angriffe auf Katzen nachweisbar sind. Sie appelliert, solche Beobachtungen nicht für sich zu behalten und sie anzuzeigen. "Tierquälerei ist ein weites Feld", sagt sie. "Sie beginnt damit, ein Tier den ganzen Tag einzusperren und endet bei körperlicher Gewalt." Oft würden Haustiere wie Katzen oder Hunde unüberlegt angeschafft und bei Problemen wieder "entsorgt". Auch darum wird das Prenzlauer Tierheim genau schauen, wem sie die munteren Moppel und Moni anvertraut.