ICU Angermünde

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Kein Platz für Amazon in der Uckermark

Wirtschaftsmotor in Schwedt: Die Industrieanlagen der PCK Raffinierie. Der Wirtschaftsstandort hat laut ICU als einziger in der Uckermark noch Gewerbeflächen jenseits von fünf Hektar Größe im Angebot.
Wirtschaftsmotor in Schwedt: Die Industrieanlagen der PCK Raffinierie. Der Wirtschaftsstandort hat laut ICU als einziger in der Uckermark noch Gewerbeflächen jenseits von fünf Hektar Größe im Angebot.
Uwe Werner/Archiv

Das Investor Center wächst und übernimmt auch für Angermünde die Wirtschaftsförderung in der Uckermark. Firmen interessieren sich aber vorrangig für Schwedt.

Einen Großteil der Uckermark hat Geschäftsführer Silvio Moritz schon unter seinen Fittichen, aber eine Stadt fehlt noch: Damit im Investor Center Uckermark (ICU) auch komplett das drin steckt, was drauf steht, müsste auch Templin als Wirtschaftsstandort noch beitreten.

Unter dem Dach der ICU haben sich nach und nach die Wirtschaftsstandorte in der Uckermark zusammengeschlossen, neben Schwedt und Prenzlau ist auch Angermünde seit kurzem mit dabei. Das Ziel: Wirtschaftsförderung für die ganze Uckermark, ein gemeinsamer Auftritt auf Messen und in den Medien, um Investoren anzulocken.

Allerdings interessieren sich Investoren offenbar weiterhin schwerpunktmäßig für Schwedt. Das liegt laut Moritz an der Größe des Gewerbegebiets, das als einziges in der Uckermark noch Gebiete über fünf Hektar Größe im Angebot hat. Derzeit laufen Anfragen von insgesamt vier Unternehmen, die in Schwedt investieren wollen. Es geht um bis zu 300 Arbeitsplätze. Für eine große Ansiedlung, wie zum Beispiel ein Amazon-Logistikzentrum, wie es auf der polnischen Seite entsteht, fehlt aber auch dort der Platz.

Derweil will Moritz wieder Gespräche mit dem Ort Templin aufnehmen. Dort war der Beitritt vor einigen Jahren abgelehnt worden – weil damals die Kreisgebietsreform noch am Horizont stand.