UMWELTSCHÜTZER GEWINNEN VOR GERICHT

Legehennenanlage in Groß Sperrenwalde gestoppt

Vor dem Verwaltungsgericht Potsdam endeten vorerst die Pläne eines Investors zum Bau einer Legehennenanlage in Groß Sperrenwalde.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Archivfoto einer brandenburgischen Hühnermast, bei die Hühner auf eine Freilauffläche laufen können.
Archivfoto einer brandenburgischen Hühnermast, bei die Hühner auf eine Freilauffläche laufen können. Kai Horstmann
Uckermark.

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat mit seiner Entscheidung am 22. Februar den Bau einer Legehennenanlage in Groß Sperrenwalde für 39.990 Hennen vorerst gestoppt. In einem Eilverfahren klagten der BUND Brandenburg sowie die Bürgerinitiative „Contra Industrie-Ei Uckerseen“ gegen einen möglichen Baubeginn. Sie sehen durch eine hohe Stickstoffbelastung den angrenzenden Buchenwald in seiner Existenz gefährdet. Das Gericht folgte der Argumentation der Kläger, dass die Untersuchungen der Auswirkungen auf die Umwelt nur unzureichend ausgeführt wurden.

Das Landesamt für Umwelt hatte dem Investor die Anlage bereits nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt. Dieser wollte im März mit den Baumaßnahmen beginnen. Durch das Gerichtsurteil wurde jetzt erst einmal ein Baustopp verhängt. Der Investor hat jetzt die Möglichkeit vor dem Oberverwaltungsgericht Beschwerde gegen das Urteil einzulegen.

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