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Marcel Blume rettet in letzter Minute Rot-Weiß den Punkt

Typische Szene: Templin im Vorwärtsgang gegen die vielbeinige Prenzlauer Abwehr.[KT_CREDIT] FOTO: O. Spitza

VonOliver SpitzaIm Uckermarkderby der Landesliga Nord trennen sich am Dienstagabend Prenzlau und Templin 1:1.Prenzlau.326 Zuschauer wollten am Dienstag das ...

VonOliver Spitza

Im Uckermarkderby der Landesliga Nord trennen sich am Dienstagabend Prenzlau und Templin 1:1.

Prenzlau.326 Zuschauer wollten am Dienstag das Uckermarkderby sehen, das mit knapp 20-minütiger Verspätung begann. Personalprobleme hatten beide Trainer. Vor allem bei Prenzlau stand die Frage im Raum, wer Tore erzielen sollte, denn Persecke und Schulz fehlten.
Rot-Weiß war in der Anfangsphase die zunächst aktivere Mannschaft. Nach Foul von Lukas Milster an Kapitän Stephan Bethke im Mittelfeld brachte Marcel Blume den Freistoß hoch in den Templiner Strafraum, Sandro Drescher köpfte den Ball im Rettungsversuch gegen Marcel Urbanowicz knapp über das eigene Tor (5.). Und als Silvio Ulrich steil auf Urbanowicz spielte, war dessen Abschluss zu schwach (20.). Das war es aber schon mit den Prenzlauer Chancen, denn das einzige Mittel an diesem Tag – den Ball hoch und weit nach vorne zu schlagen – konnte die Gästeabwehr um den kopfballstarken Libero Christian Bock und den Torwarthünen Marcin Markiewicz kaum erschüttern.
Nach 20 Minuten wurden die Gäste „wach“ und setzten sich längere Phasen in der Prenzlauer Spielfeldhälfte fest. Milster zog aus spitzem Winkel direkt ab – vorbei (21.). Felix Hoff ließ auf dem linken Flügen drei Rot-Weiße stehen, flankte halbhoch und scharf in den Fünfmeterraum. Doch Torwart Udo Burmeister war zur Stelle (32.). Aber ansonsten ließ die vielbeinige Defensive der Gastgeber nicht viel zu. Besonders Sebastian Leege spielte einen starken „Abräumer“ vor der Abwehr. Beste Chance der ersten Halbzeit ein 18-m-Freistoß von Christian Bock, doch der Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus (39.). Zur Pause ein gerechtes, torloses Remis in einem wenig berauschenden Spiel.
Das sollte sich nach dem Wechsel ändern. Der SC Victoria nun klar spielerisch überlegen, wesentlich druckvoller und angriffslustiger. Die Chancen mehrten sich. Ein 17-m-Freistoß von Alexander Grosch wurde noch zur Ecke abgelenkt (49.), einen Schuss aus der Drehung von Matthias Bock parierte Burmeister per Fußabwehr (50.), einen Kopfball von M. Bock nach Freistoß packte der Rot-Weiß-Keeper im Nachfassen (55.).
Die Prenzlauer schlugen den Ball nur noch weg, Urbanowicz stand vorne allein auf weiter Flur und rieb sich auf. Trainer Wernfried Rauch begann zu wechseln. Erster schöner Spielzug der Prenzlauer in der 62. Minute im Konter über Bethke, Blume und Urbanowicz, doch die Gäste wehrten zur Ecke ab. Und nach Freistoß vom diesmal als Verteidiger aufgebotenen Sebastian Turowski stieg Bethke am höchsten, köpfte aber über das Tor (66.).
Die Templiner Druckperiode schien vorbei, was auch Trainer Heiko Stäck zum Wechseln forderte. Und Victoria übernahm wieder das Zepter. Rodney Wilson setzte zu einem langen Solo an, doch der Abschluss war zu ungenau (70.). Und dann traf der gerade eingewechselte Johannes Fink aus guter Position nicht das Rot-Weiß-Tor (74.). In der 76. Minute ein Ballverlust von Bethke im Vorwärtsgang. Die Templiner schalteten schnell um, der sehr agile Hoff drang in den Strafraum ein und wurde von Manuel Wilski ungestüm zu Fall gebracht. Den Elfmeter verwandelt Christian Bock ganz sicher und unhaltbar zum 0:1.
In den letzten Minuten warf die Rot-Weiß-Elf alles nach vorn, doch die Angriffe sahen hilf- und kopflos aus. Aber in der 90. Minute ein weiter Ball auf Bethke, der sich im Laufduell gegen zwei Templiner durchsetzte und am Strafraum zu Fall gebracht wurde. Die rote Karte wäre berechtigt gewesen, aber immerhin gab es Freistoß. Und den zirkelte der 18-jährige Marcel Blume unhaltbar zum 1:1 ins Netz.
Rot-Weiß kann mit dem Punkt leben, für Victoria war es eine gefühlte Niederlage.
Prenzlau: Burmeister, M. Wilski, Kraft, Ulrich, Turowski, Warncke (ab 59. Ch. Wilski), Blume, Böge, Leege (ab 82. Lemke), Bethke, Urbanowicz (ab 85. Bucher).
Templin: Markiewicz, Ch. Bock, Drescher, Neumann (ab 63. Rakow), Wellington (ab 69. Fink), Falk, Grosch, M. Bock (ab 77. Schauseil), Hoff, Milster, Wilson.