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Keine Straftat

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Mutmaßlicher Brandstifter von Prenzlau nicht verhaftet

Im April brannte der Acker an der Röpersdorfer Straße in Prenzlau
Im April brannte der Acker an der Röpersdorfer Straße in Prenzlau
Benedikt Dittrich

Im April brannte ein Acker in Prenzlau. Die Polizei verhörte noch vor Ort einen Verdächtigen. Er bleibt aber auf freiem Fuß.

Der vermeintliche Brandstifter, der Mitte April in Prenzlau einen Acker zwischen dem Neubaugebiet Neustädter Feldmark und Röpersdorfer Straße angezündet haben soll, ist weiterhin auf freiem Fuß. Denn aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist der polizeibekannte Mann kein Brandstifter.

Laut Oberstaatsanwalt Dr. Andreas Pelzer werde zwar weiterhin ermittelt, aber für einen Haftbefehl reiche die aktuelle Tat nicht aus. Auch dass der Verdächtige in Prenzlau schon einschlägig bekannt ist und mehrmals gezündelt haben soll, sei nicht entscheidend. Denn in keinem der Fälle wurden bisher Personen, Häuser, Autos oder wertvolle Landschaften beschädigt. Die angrenzenden Häuser seien nicht in unmittelbarer Gefahr gewesen.

Vorwürfe nicht schwerwiegend genug

Damit handele es sich juristisch betrachtet höchstens um eine Sachbeschädigung – ein Vergehen, aber keine Straftat, für die keine Gefängnisstrafe vorgesehen ist. Fluchtgefahr bestehe bei dem Prenzlauer ebenfalls nicht, so Pelzer auf Nachfrage.

Anwohner hatten sich nach dem großflächigen Feuer am 17. April darüber geärgert, dass der vermeintliche Verursacher zwar von der Polizei vernommen, aber nicht verhaftet worden war.